Beach-Duo Holtwick/Semmler zurück in der Weltspitze

Beach-Duo Holtwick/Semmler zurück in der Weltspitze

Beim Grand-Slam-Auftakt enttäuschten sie noch mit Rang 17. Jetzt schlug das Berliner Beach-Nationalteam Holtwick/Semmler mit einem dritten Rang auf der Welttour zurück. Damit spitzt sich bei den Damen der Kampf um die beiden Olympia-Tickets für Rio zu.

Das „Oldie-Duo“ Katrin Holtwick und Ilka Semmler hat sich fünf Monate vor den Olympischen Spielen in der Weltspitze der Beachvolleyballer zurückgemeldet.

Die 31 Jahre alte Abwehrspezialistin Holtwick und ihre ein Jahre jüngere Blockerin Semmler schlugen beim Open-Turnier im brasilianischen Vitoria im kleinen Finale die an vier gesetzten Australierinnen Louise Bawden und Taliqua Clancy mit 2:1 (20:22, 21:17, 15:11) und holten sich Rang drei.

„Ein verrücktes Turnier“, kommentierte Holtwick den ersten Podestplatz auf der Welttour seit August 2014. In dem Jahr hatte das Berliner Nationalteam im Schweizer Gstaad auch ihren ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert. „Wir sind mit zwei Niederlagen gestartet, danach war es ein sehr gutes Turnier von uns“, sagte Holtwick zum Auftritt in Vitoria. „Wir sind stolz auf uns“, ergänzte Semmler. Den Final-Einzug hatte den WM-Vierten des Vorjahres im Halbfinale die dreifache Olympiasiegerin Kerri Walsh mit ihrer US-amerikanischen Partnerin April Ross mit 2:0 verbaut.

Mit dem dritten Platz haben Holtwick/Semmler im Kampf um eines der beiden deutschen Olympia-Tickets für Rio de Janeiro ihre Position wieder verbessert. Die nationalen Kontrahentinnen Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) sowie Karla Borger und Britta Büthe (Stuttgart) kämpften sich bis zum Viertelfinale vor und kehren immerhin auch mit Rang fünf zurück. Bei den Männern wurden Markus Böckermann und Lars Flüggen (Hamburg) ebenfalls Fünfte.

Borger/Büthe, die vor einer Woche beim Grand-Slam-Turnier in Rio Dritte wurden, bleiben im Olympia-Ranking mit 4600 Punkten zweitbestes deutsches Duo nach den Europameisterinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (Hamburg/5740) und vor Holtwick/Semmler (4390). „Wir gucken nur auf uns, das ist das Wichtigste“, erklärte Semmler, die mit Holtwick bei den Olympischen Spielen 2012 in London den neunten Platz erreicht hatte.

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