Bisons:Gejagt und gerettet

Bisons:Gejagt und gerettet

Der Bison ist ein Wildrind, das heute fast ausgestorben ist. Die Indianer zogen den Büffelherden hinterher (Amerikanischer Bison), durch unsere Wälder streifte der Wisent (Europäischer Bison). Doch Jäger töteten so viele Bisons, dass sie fast ausgerottet wurden. Aber nur fast – Tierschützer setzten sich für sie ein

Einst gab es von ihnen Millionen: den Amerikanischen Bisons. In riesigen Herden zogen sie vor vielen Jahren über die Prärie im Norden Amerikas. Dort wurden die Tiere von Indianern gejagt. Die nutzten fast alles von den Bisons: Das Fleisch aßen sie natürlich. Aus dem Fell machten sie Kleidung, und Knochen nahmen sie als Nähnadeln.Doch dann kamen immer mehr Weiße ins Land. Und auch in Europa wurden das Fell und die Haut von Bisons beliebt, zum Beispiel für Klamotten. Auch deswegen wurden immer mehr Bisons getötet. Jäger und andere rotteten die Bisons fast aus. Bis am Ende nur noch wenige Tiere übrig waren.Heute gibt es wieder viele Tausend Bisons in den USA. Das liegt unter anderem daran, dass Tierschützer sich für sie einsetzen. Bisons werden übrigens auch Büffel genannt.Auch bei uns gibt es eine Bisonart, die fast verschwunden wäre: Das Wisent ist ähnlich wie der Buffalo ein riesiges braunes Rind. Früher gab es diese Wildtiere auch in Deutschland, aber das ist lange her. Man hatte die Tiere gejagt und ihren Lebensraum zerstört. Einige dieser Tiere lebten noch in Gehegen, etwa in Tierparks.Doch in diesem Jahr entließ man eine Herde im Bundesland Nordrhein-Westfalen in die Freiheit. Wegen des Auswilderns wählten Fachleute das Tier auch zum Wildtier des Jahres. Denn inzwischen hat die Herde sogar Nachwuchs bekommen. Vor über einem halben Jahr wurde ein Wisent-Baby geboren. dpa/mcStichwort: WisentName: Wisent oder Europäischer Bison (Bison bonasus).Größe: bis zu zwei Meter hoch und drei Meter lang.Gewicht: Bullen: zwischen 500 Kilogramm und einer Tonne, Kühe: zwischen 300 und 500 Kilogramm.Heimat: Wälder in Ost- und Mitteleuropa. In Deutschland lebt eine freie Wisent-Herde etwa drei Stunden Autofahrt von Trier entfernt.Nahrung: Gras, Früchte, Laub, Wurzeln und Baumrinde. (Quelle: Trägerverein Wisent-Welt-Wittgenstein)red