Blaulicht, Rutschstangen und gerettete Katzen- zu Besuch bei der Feuerwehr

Blaulicht, Rutschstangen und gerettete Katzen- zu Besuch bei der Feuerwehr

Im echten Feuerwehrauto durch die Stadt fahren? Für Lars Lorenz kein Traum, sondern Alltag. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Lucky-Reporter David Fuchs traf ihn auf der Wache.

Warum sind Sie eigentlich Feuerwehrmann geworden?
Das wollte ich schon als Kind. Angefangen habe ich bei der Jugendfeuerwehr. Irgendwann war dann für mich klar: ich mache mein Hobby zum Beruf.

Was schätzen Sie besonders an dem Beruf Feuerwehrmann?
Die Abwechslung und den Zusammenhalt der Gruppe. Auch außerhalb der Einsätze verbringt man auf der Wache viel Zeit zusammen. Und natürlich mit dem Blaulicht durch die Stadt fahren. Das ist was Besonderes.

Und eine Katze vom Baum holen, gibt's das auch?
Ja klar. Es ist nur äußerst schwierig so eine Katze tatsächlich zu fangen. Meistens springt die auf einen anderen Ast ist, sobald man mit der Leiter hinfährt. Die meisten kommen aber irgendwann von alleine runter.

Wie viele richtige Einsätze hat man da so am Tag?
Man fährt im Schnitt drei vier Mal am Tag raus. Aber das ist dann nicht immer der komplette Löschzug. Stellenweise fährt auch nur ein Einzelfahrzeug raus.

Wie lange braucht das Einsatzteam, um sich nach dem Alarm startklar zu machen?
Ungefähr eine Minute. Nachts natürlich etwas länger, weil man da ja erst mal aus dem Bett raus muss. Wenn man oben im Gebäude ist und der Alarm kommt, dann benutzen wir die Rutschstangen, um schneller nach unten zu kommen.

Hat man bei manchen Einsätzen auch ein bisschen Bammel?
Natürlich, es gibt schon Einsätze, vor denen man ein bisschen mehr angespannt ist. Wenn es um meinen Heimatort geht und vielleicht Verwandte oder Bekannte betroffen sind. Oder Kinder. Man weiß eben nie genau, was einen erwartet. Das ist aber auch das Schöne.

Gab es während eines Einsatzes schon mal Momente, in denen Sie gerne die Fähigkeiten eines Superhelden gehabt hätten?
Wenn man irgendwo hoch oben löschen muss, dann wäre es schon praktisch, wenn man fliegen könnte. Oder wenn man ganz viel Kraft hätte, dann könnte man einfach ohne Geräte eine verbogene Autotür aufmachen.

Da sind Sie schon manchmal ganz schön auf Ihre Ausrüstung angewiesen, oder?
Ja, natürlich. Die ist ja auch sehr vielfältig.

Fühlt man sich nach einem Einsatz manchmal wie ein Superheld und ist richtig stolz auf seine Arbeit?
Gerade wenn Leute irgendwo auf deine Hilfe warten und denken ‚Hoffentlich kommt bald die Feuerwehr'. Dann ist das schon ein gutes Gefühl, wenn am Ende alle froh sind, dass man da war.

Extras:
Der Alltag eines Feuerwehrmannes
Auch wer bei der Feuerwehr arbeitet hat einen Arbeitsalltag mit festgelegten Arbeitszeiten und Pausen. Der Arbeitstag von Lars Lorenz hat 24 Stunden. Um Acht kommt er zur Arbeit, wo zuerst vorgelesen wird, was alles erledigt werden muss und wer welche Aufgaben hat. Anschließend werden die Einsatzfahrzeuge und die Geräte überprüft. Nach der Pause ist Lars in der Funkwerkstatt, wo er Funkgeräte repariert oder in die Fahrzeuge einbaut. Später machen alle zusammen Übungen im Hof und treiben Sport, damit sie fit für die Einsätze bleiben. Nachts ist zwar jeder auf seinem eigenen Zimmer, aber auch dann gilt wie immer: wenn's brennt, ist die Feuerwehr als erster zur Stelle.

So kannst du selber Feuerwehrmann werden
Wenn du Interesse hast, dann wende dich am besten an die Freiwillige Feuerwehr in deiner Stadt. Die haben auch Jugendabteilungen. "Der Nachwuchs ist besonders wichtig.", sagt Lars. Als Einstieg ist die Jugendfeuerwehr für alle ab 10 Jahren genau das Richtige. Da trifft man sich regelmäßig, spielt und übt zusammen für den Ernstfall. Infos unter www.jf-trier.de .

Die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes
Bei der Feuerwehr hat jeder seinen eigenen Helm, Handschuhe, Schutzjacke, Schutzhose und Stiefel. Auf dem Fahrzeug sind dann noch Atemschutzgeräte, da bei jedem Brand giftige Gase entstehen. Zudem werden natürlich noch jede Menge Schläuche und Spezialwerkzeuge gebraucht, wie zum Beispiel Rettungsscheren, mit denen verunglückte Fahrzeuge aufgeschnitten werden können.