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Mann in Untersuchungshaft
50-Jähriger verletzt Ehefrau mit Brotmesser lebensgefährlich

FOTO: TV / Klaus Kimmling
Trier. Ein laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft schon länger laufender Streit zwischen einem Ehepaar aus Afghanistan, das mit fünf Kindern in der Asylbewerberunterkunft in Trier-West lebte, ist in der Nacht zum Sonntag eskaliert. Von Jörg Pistorius
Jörg Pistorius

Der 50 Jahre alte Mann habe seine 33-jährige Frau mit einem Küchenmesser angegriffen und sie lebensgefährlich verletzt.

Triers Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen teilt mit: Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass es zwischen den Eheleuten offenbar seit mehreren Wochen Streit gab, „weil sich die Frau nach Auffassung ihres Mannes zu freizügig verhielt und er ihr unterstellte, Kontakt zu einem anderen Mann zu haben“.

In der Nacht zum Sonntag habe der 50-Jährige zu einem Küchenmesser gegriffen und mehrfach auf seine Ehefrau eingestochen. Er habe ihr zwölf Stichverletzungen insbesondere im Brust- und Oberkörperbereich zugefügt. Durch einen der Stiche wurde die Lunge der Frau lebensgefährlich verletzt. Sie musste notoperiert und stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden.

Nach der Tat habe sich der Beschuldigte dem diensthabenden Hauswart der Einrichtung gestellt, der die Polizei verständigte. Der Mann wurde festgenommen. Der Ermittlungsrichter beim Trierer Amtsgericht erließ am Montag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Die Hintergründe einer weiteren Bluttat in Trier bleiben vorerst unklar. Die Polizei fand am Sonntagabend zwei durch Schnitte und Stiche schwer verletzte Menschen in einer Wohnung im Stadtteil Trier-Süd (der TV berichtete).