56-jähriger Gemeindearbeiter stirbt bei Arbeitsunfall mit Traktor in Schoden

Kostenpflichtiger Inhalt: Arbeitsunfall in Schoden : Traktor überschlägt sich in Schoden – Gemeindearbeiter stirbt (Update)

Jegliche Hilfe kam zu spät für den 56-Jährigen, der am Dienstagabend mit dem Traktor in einem Waldstück verunglückt ist. Ein Gutachter untersucht die Unfallursache.

(mai) Gegen 20 Uhr ging am Dienstag der Notruf ein. Ein Jäger meldete laut Polizei, einen Traktorunfall nahe dem Geisberghaus oberhalb der Weinberge im Wald bei Schoden. Der Fahrer des Traktors, der Gemeindearbeiter des Orts, hatte dort im Auftrag der Gemeinde eine Wiese in Hanglage gemulcht. Dabei ist der Trecker laut Polizei aus bisher ungeklärter Ursache zur Seite gekippt und hat sich überschlagen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen sei der 56-jährige Fahrer laut Polizei an der Unfallstelle gestorben. Derzeit werde noch untersucht, wann genau sich der Unfall ereignet habe.

Ein Notarzt und das Deutsche Rote Kreuz waren im Einsatz, außerdem die Feuerwehren aus Schoden, Ockfen, Beurig und Saarburg und die Polizei.

Wie Armin Görgen, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Saarburg auf Nachfrage mitteilt, erfolgt eine Leichenschau. Ein Gutachter, der Unfälle untersucht, war laut Görgen bereits am Dienstag vor Ort und ist auch am Mittwoch im Einsatz, um die Unfallursache zu ermitteln. Der Traktor war laut Polizei recht stark deformiert nach dem Unfall. Das Fahrzeug habe über eine Kabine verfügt, heißt es von Seiten der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell.

Schodens Ortsbürgermeister Rüdiger Hausen sagt auf TV-Anfrage: „Der Gemeindearbeiter war erfahren. Er war bereits sei einigen Jahren im Amt.“ Martin Alten, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, ergänzt: „Der Mann war im Ort bekannt und beliebt. Als Gemeindearbeiter war er meist den ganzen Tag dort unterwegs. Entsprechend groß ist die Betroffenheit.“

Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen Traktoren umkippen. Im April 2018 ist ein Winzer auf der Ayler Kupp tödlich verunglückt. Wie die Polizei aktuell auf TV-Anfrage mitteilt, konnte damals die Ursache nicht genau ermittelt werden. Vermutet wird, dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände gehandelt hat. So sei ein Fass mit Flüssigkeit vorne an dem Traktor befestigt gewesen, das bei der eventuell unglücklichen Einfahrt in den noch dazu sehr steilen Hang mit zu einer Schwerkraftverlagerung und dem Kippen geführt haben könnte.

Walter Clüsserath, Vorsitzender des Bauern- und Winzerverbands im Landkreis Trier-Saarburg, sagte damals, viele Gründe könnten dazu führen, dass ein Traktor kippt, beispielsweise ein Loch im Boden, feuchter Untergrund, ein Anhänger mit Flüssigkeit, die in eine Richtung schwappe, oder auch ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. Clüsserath rät generell zu Traktoren mit Kabinen, wie er in Schoden im Einsatz war und sagt aber auch: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Es ist immer gefährlich, mit Maschinen zu arbeiten.“

Zeugen des Schodener Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Saarburg zu melden unter Telefon 06581/9155-0.

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