1. Blaulicht

A1: Nackter LKW-Fahrer sitzt betrunken nach Unfall vor seinem LKW

Ausgerastet auf der Autobahn : Neuigkeiten zu kuriosem Vorfall: Nackter Fahrer sitzt betrunken nach Unfall auf A1 vor seinem LKW (Fotos)

Komplett blockiert war die A1 bei Nonnweiler am späten Samstagabend. Grund war ein Unfall mit einem Lastwagen. Der Fahrer zog sich danach nackt aus. Als die Polizei sich um ihn kümmern wollte, rastete der Mann aus.

Ein Aufsehen erregender Unfall auf der A1 zwischen Nonnweiler-Primstal und Tholey-Hasborn hat am Samstagabend, 12. November, für eine mehrstündige Sperrung der Autobahn in Richtung Saarbrücken gesorgt. Doch der Crash war nicht das, was für die meiste Aufmerksamkeit sorgte, wie ein Polizeisprecher in St. Wendel am Sonntagvormittag berichtet.

Demnach war der Lkw-Fahrer zunächst um kurz nach 20 Uhr mit seinem Fahrzeug gegen eine Leitplanke gefahren. Daraufhin stellte sich der Lastwagen quer über die gesamte Fahrbahn und blockierte die Strecke.

Ordentlich wie an einer Wäscheleine hing seine Kleidung an der Motorhaube

Statt sich darum zu kümmern, die Unfallstelle abzusichern und Helfer zu alarmieren, hatte der 42-Jährige einen völlig abstrusen Einfall: Er zog sich splitterfasernackt aus und sprang zunächst über die Fahrbahn. Das meldeten Zeugen der Polizei.

Als Ermittler den Ort des ungewöhnlichen Geschehens erreichten, sahen sie, dass er seine Klamotten über die geöffnete Motorhaube drapiert hatte – wie auf einer Wäscheleine. Der Brummifahrer saß unterdessen in seinem Adamskostüm vor dem Wagen.

So ruhig blieb der Mann aber nicht. Als sich Beamte und Sanitäter um ihn kümmern wollten, sei er ausgerastet. Er habe um sich geschlagen und dabei zwei Polizisten am Handgelenk leicht verletzt. Die Betroffenen konnten dennoch weiter ihren Dienst verrichten, wie der Polizeisprecher informiert.

Allerdings blieb ihnen und den übrigen Kollegen nichts anderes übrig, als ihn zu knebeln. So brachten sie ihn in die Ausnüchterungszelle nach St. Wendel. Die Polizisten merkten, dass der Fahrer völlig betrunken war. Aber gegen eine erste Atemkontrolle wehrte er sich mit Händen und Füßen. Darum musste er zur richterlich angeordneten Blutkontrolle. bis deren Ergebnis vorliegt, könne es bis zu acht Tagen dauern. Die Probe werde bei der Rechtsmedizin an der Homburger Uni-Klinik untersucht.

Dolmetscher hilft bei der Vernehmung durch die Polizei in St. Wendel

Wie es überhaupt dazu kam, dass sich der Mann in seinem Zustand ans Steuer gesetzt hatte, war zunächst unklar. Denn der Beschuldigte, der aus Belarus stammt, spricht kein Deutsch. Erst am Morgen lief seine Vernehmung, bei der ein Dolmetscher dabei war.

Dabei habe er nach Polizeiauskunft angegeben, sich an rein gar nichts mehr zu erinnern. So sei er der Meinung gewesen, seinen Lastwagen auf einem Parkplatz abgestellt zu haben. Von seinem Striptease wisse er ebenso wenig.

Mittlerweile ergaben Untersuchungen, dass er wohl tatsächlich vor dem Unfall nur eine kurze Strecke zurückgelegt haben soll. Damit sei es durchaus möglich, dass er nachdem er getrunken hatte, nicht mitbekommen hat, was er tat. Das berichtet der Polizeisprecher am Sonntagabend.

Der Schlüssel für den Lkw bekam er nicht mehr, seinen Führerschein ist er los. Bis ein anderer Fahrer den Laster abholt, wollte er im Führerstand übernachten. Wie er dann weiterkommt, ist ihm überlassen. Nur selbst als Lenkrad ist vorerst passé.

Die betroffene Strecke war bis 22.20 Uhr gesperrt. Der Lkw einer litauischen Firma kam auf einen nahen Parkplatz. Der Lastwagen soll noch fahrtüchtig sein. Die Schadenshöhe werde zurzeit ermittelt. Es habe keine weiteren Unfallbeteiligten auf der zu jenem Zeitpunkt recht wenig frequentierten Autobahn gegeben.

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