Blaulicht Knallgeräusche in der Nacht: Kriminelle sprengen Geldautomaten

Birkenfeld · Erstmals seit länger Zeit ist wieder ein Geldautomat in der Region ins Visier von Kriminellen geraten: Bei Birkenfeld wurden Anwohner durch eine Sprengung aus dem Schlaf gerissen. Die Polizei nennt erste Details zum Vorfall.

 Symbolbild

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Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Unbekannte Täter haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen Geldautomaten in Hoppstädten-Weiersbach (Kreis Birkenfeld) gesprengt.

Gegen 3 Uhr waren mehrere Anwohner in der Hauptstraße aufgrund von Knallgeräuschen geweckt worden, wie die Polizei mitteilt. Nach der Sprengung flüchteten ersten Zeugenaussagen zufolge drei maskierte Personen mit Bargeld in unbekannter Höhe in einer dunklen Limousine, vermutlich der Marke Audi, in Richtung Autobahn 62. Eintreffende Polizeikräfte konnten vor Ort das schwer beschädigte Gebäude, welches zu wohn- und geschäftszwecken genutzt wird, feststellen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden keine Personen bei der Sprengung des Geldautomaten verletzt. Hinzugezogene Delaborierer konnten keine weiteren Sprengmittel vor Ort feststellen. Wie viel Bargeld die Bande erbeutete, ist nach Angaben der Polizei noch nicht bekannt. Fünf Bewohner des Hauses waren vorübergehend evakuiert worden, so ein Polizeisprecher. Das Gebäude wurde laut Mitteilung stark beschädigt. Die Polizei schätzt, dass sich der Schaden am Haus im niedrigen sechsstelligen Bereich bewegt.

Zuletzt hatte es in der Region im Dezember 2023 einen Anschlag auf einen Geldautomaten in Irrel (Eifelkreis) gegeben. Im vergangenen Jahr waren allein in Rheinland-Pfalz in 42 Fällen (Stand Mitte November) Geldautomaten attackiert worden, nicht immer waren die Täter aber erfolgreich.

Die Kriminalpolizei Trier hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Kriminalpolizei Trier (Telefon 0651/9779-2290) in Verbindung zu setzen.