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Bernkastel: Warum die Polizei mehr Autos kontrollieren will

Aus aktuellem Anlass : Warum die Polizei rund um Bernkastel-Kues mehr Autos kontrollieren will

Die Polizei hat im Straßenverkehr in letzter Zeit ein Phänomen immer häufiger bemerkt. Das macht ihr Sorgen. Jetzt will sie Autofahrer vermehrt kontrollieren.

Am Donnerstagabend, 9. Dezember, führte die Polizeiinspektion Bernkastel-Kues in Zeltingen-Rachtig mehrere Verkehrskontrollen durch. Hierbei fiel ihnen ein 21-jähriger Autofahrer aus der Vulkaneifel auf. Er hatte deutliche Ausfallerscheinungen.

Es stellte sich heraus, dass er Betäubungsmittel genommen und Alkohol getrunken hatte. Doch das war noch nicht alles: Außerdem besaß er keine gültige Fahrerlaubnis.

Neben einem Bußgeld muss der Fahrer nun mit einem Verfahren rechnen

Die Polizei ermittelt jetzt – unter anderem wegen Fahren ohne Führerschein und einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zudem muss er mit einem satten Bußgeld rechnen.

Die Polizei Bernkastel-Kues trifft vermehrt auf Fahrer unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol

Dieser 21-Jährige ist kein Einzelfall: Bereits in den vergangenen zwei Wochen stellte die Polizeiinspektion (PI) Bernkastel-Kues wieder vermehrt Fahrer fest, die im öffentlichen Straßenverkehr erheblich unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln standen.

Johannes Kappes, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion erklärt auf Volksfreund-Anfrage, dass das ein Grund ist, warum auch demnächst vermehrt Kontrollen durchgeführt werden sollen. „Denn besonders bei jungen Leuten hat alkoholisiertes Fahren in der Vergangenheit zu vielen Unfällen geführt“, sagt er.

So viele tödliche Unfälle werden von betäubten Fahrern verursacht

Im Vergleich zum Vorjahr ist laut Kappes in der Unfallstatistik ein Anstieg bei den Verkehrsunfällen unter Beteiligung von jungen Fahrern mit tödlichem Ausgang zu erkennen. In der Region Trier von sieben (2020) auf zwölf (2021).

So viele junge Erwachsene wurden in den vergangenen Wochen gestoppt und untersucht

Die Polizei kontrollierte daher diese Altersgruppe in den letzten Monaten auch an der Mosel verstärkt. Die Bilanz: Allein in den letzten 14 Tagen wurden im Dienstgebiet der PI Bernkastel-Kues bei sechs jungen Fahrern zwischen 20 und 25 Jahren Blutproben entnommen.

Weitere Verfahren seien in diesem Zeitraum gegen einen 52-jährigen sowie 32-jährigen Fahrzeugführer eingeleitet worden. Außerdem musste ein 71-jähriger Autofahrer seinen Führerschein abgeben, weil er betrunken gefahren ist.

Mit welchen Strafen man rechnen muss, wenn man unter Drogen Auto fährt

Neben den fälligen Bußgeldern und Fahrverboten müssen betroffene Führerscheininhaber mit weiteren Strafen rechnen, die in der Regel mit hohen Kosten verbunden sind und oft mit dem Verlust des Führerscheins enden.

Wieso die Polizei Bernkastel-Kues weiter vermehrt kontrollieren wird

Für Kappes zeigen die Zahlen, dass sich offensichtlich viele Autofahrer immer noch nicht über die Risiken bewusst sind, die eine Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss mit sich bringt.  Die Polizei Bernkastel-Kues werde daher auch zukünftig verstärkt kontrollieren.