Brennender Dachstuhl in Bollendorf – Mann bedroht Einsatzkräfte (Fotos)

Großeinsatz : Brennender Dachstuhl in Bollendorf – Mann bedroht Einsatzkräfte (Update/Fotos/Video)

Ein Dachstuhl ist am Freitag gegen 14 Uhr in Bollendorf in Brand geraten. Meterhohe Flammen griffen auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Schuld war nach ersten Ermittlungen ein technischer Defekt.

Zu einem Großeinsatz ist es am Freitagmittag um 13.56 Uhr in der Straße Sauerstaden gekommen. Zunächst wurde ein Wohnungsbrand ausgehend von einer Küche im Dachgeschoss gemeldet. Jedoch breitete sich das Feuer in sekundenschnelle über die gesamte Wohnung und schließlich dem Dachstuhl aus. Meterhohe Flammen griffen auch auf ein angrenzendes Wohngebäude über. Unter schwerem Atemschutz begannen die Löscharbeiten der Feuerwehr im Inneren des Gebäudes. Zeitgleich kam eine Drehleiter aus dem benachbartem Luxemburg zum Einsatz. Um eine konstante Wasserversorgung aufrecht erhalten zu können, wurde dass Wasser auch aus der nahegelegenen Sauer gepumpt. Alle Bewohner der brennenden Wohnhäuser konnten rechtzeitig ihre Wohungen verlassen. Es wurde niemand verletzt.

Erste Ermittlungen ergaben, dass es vermutlich durch einen technischen Defekt zu einem Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses gekommen ist. Das Mehrfamilienhaus ist unbewohnbar und einsturzgefährdet. Der Sachschaden liegt laut Polizei bei rund 100 000 Euro. Das Feuer breitete sich auf die Dachgeschosswohnung eines angrenzenden Reihenhauses aus, das infolge dessen vermutlich ebenfalls nicht mehr bewohnbar ist.

In gemeinschaftlicher Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Deutschland und Luxemburg konnte gegen 15:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten den ganzen Nachmittag und Abend an. Ein Fachberater des Technischen Hilfswerk hat vor Ort die Arbeit aufgenommen, um das einsturzgefährdete Haus abzustützen.

Während des Löscheinsatzes war die gesamte Ortsdurchfahrt von Bollendorf gesperrt. Betroffen war auch der Grenzübergang Bollendorf/ Pont nach Luxemburg.

Am Abend kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Ein 32-jähriger Mann bedrohte Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes verbal. Außerdem soll der Mann eine täuschend echt aussehende Schusswaffe getragen haben. Die Polizei verfolgte den Mann, der entlang der Sauer flüchtete und schließlich ans luxemburgische Ufer schwamm. Dort nahmen ihn luxemburgische Polizeibeamte fest. Die Schusswaffe konnte auch nach umfangreicher Suche durch Polizei, Feuerwehr, THW und der Diensthundestaffel nicht aufgefunden werden.

Im Einsatz waren mehr als 100 Kräfte der FEZ, Wehrleitung und Führungsstaffel Südeifel. Der KFI Bitbrug- Prüm, die Feuerwehren aus Bollendorf, Irrel, Ferschweiler, Ernzen, Kruchten, Niederweis, Körperich, Echternach, Consdorf und Berdorf. Weiterhin das THW Bitbrug, das DRK Bitbrug und Echternacherbrück, der Hubschrauber Air Rescue, der Organisatorische Leiter (LNA) und die Polizei Bitburg.