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Dachstuhlbrand in Pluwig: 22 Menschen leicht verletzt ​

Feuer in Mehrfamilienhaus : Dachstuhlbrand in Pluwig - 22 Menschen verletzt - 100.000 Euro Schaden

Rund 100 Einsatzkräfte sind am Sonntagmorgen zu einem Brand in Pluwig ausgerückt. Dort stand ein Mehrfamilienhaus in Flammen. 22 Menschen wurden leicht verletzt.

Es ist 2.55 Uhr am frühen Sonntagmorgen, als in der Wilzenburgerstraße in Pluwig ein Feuer in einem mehrgeschossigen Geschäfts- und Wohngebäude ausbricht. Der Brand – so vermuten es die Einsatzkräfte vor Ort – breitet sich von einer Fritteuse aus, die in der Küche eines Imbisses im Erdgeschoss des Gebäudes steht. Von der Küche aus ziehen die Flammen weiter über den Lüftungsschacht nach oben bis zum Dachstuhl, der ebenfalls in Brand gerät. Um das Feuer zu löschen, ist unter anderem ein Drehleiterfahrzeug im Einsatz.

Feuer in Mehrfamilienhaus in Pluwig mit 22 Verletzten und großem Sachschaden

Weil sich in dem Gebäude zum Zeitpunkt des Ausbruchs 22 Menschen aufhalten, hat die erste eingetroffene Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Die Einsatzkräfte helfen mehreren Bewohnern, das Haus zu verlassen. Einige haben sich da schon selbst in Sicherheit gebracht. Der Rettungsdienst betreut die Betroffenen vor Ort, die laut Polizei wegen der starken Rauchentwicklung mit „leichten gesundheitlichen Beeinträchtigungen“ zu kämpfen hatten. Es habe keinen stationären Behandlungsbedarf gegeben, heißt es bei der Polizei.

Die Betroffenen, darunter sieben Kinder, werden während des mehrstündigen Feuerwehreinsatzes kurzzeitig im örtlichen Seniorenheim betreut. Frank Rohde, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ruwer, erklärt am Sonntag, dass der Notarzt alle Bewohner des Mehrfamilienhauses im Seniorenheim untersucht habe. In der Folge sei eine Person ins Krankenhaus gebracht worden.

Nachdem das Feuer gelöscht gewesen sei, führt Rohde weiter aus, sei das Haus belüftet worden. „Inzwischen sind alle wieder zurück im Haus“, sagt der Wehrleiter.

Obwohl die Bewohner zurückgekehrt sind, ist das Gebäude durch den Brand und den Rauch stark beschädigt worden. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 100.000 Euro. Die Kriminalpolizei in Trier hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Noch ist laut Polizeiangaben aber unklar, wie das Feuer ausgebrochen ist.

100 Kräfte bekämpfen Brand mehrere Stunden lang

Laut Rohde sind in Pluwig 100 Menschen im Einsatz gewesen, 50 Feuerwehren und 50 Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Ärzte. Neben der Polizeiinspektion Trier waren die Feuerwehren Pluwig-Gusterath, Waldrach sowie Schöndorf – Ruwer vor Ort. Geholfen haben auch die Schnelleinsatzgruppen Betreuung sowie Sanitätsdienst, der Rettungsdienst, der Leitende Notarzt und der organisatorische Leiter Rettungsdienst. Um die 22 Betroffenen betreuen und versorgen zu können, waren auch Kräfte des Kreises Trier-Saarburg, mehrere Notärzte sowie der Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr Trier vor Ort. Bei dem Großraumrettungswagen handelt es sich um einen umgebauten Bus, der unter anderem Intensivpatienten versorgen kann.

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