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Einsatzkräfte bergen versunkenes Auto aus der Mosel bei Wellen (Fotos)

Suchaktion am Donnerstag : Einsatzkräfte bergen versunkenes Auto aus der Mosel bei Wellen (Fotos/Video)

Nachdem am Dienstag ein Auto über die B419 in die Mosel gerollt war, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt am Donnerstag um 8.30 Uhr die intensive Suche wieder aufgenommen. Nach zwei Stunden ist das Fahrzeug gefunden worden.

Taucher haben am Donnerstag ab 8.30 Uhr unter Wasser systematisch die Mosel ab dem Ort abgesucht, an dem das Auto untergegangen war. Die Tauchgänge erfolgten in Richtung der Wellener Schleuse. Gleichzeitig kam ein Sonarboot zum Einsatz. Nach genau zwei Stunden wurde das verschwundene und gesunkene Auto geortet werden. Mit einem Kran wurde es angehoben und schließlich an Land geschleppt. Die Besitzer müssen nun das Autowrack abschleppen lassen.

Die Umstände des Vorfalls vom Dienstag in Wellen sind dramatisch, wenn auch mit glimpflichem Ausgang. Laut bisherigen Ermittlungen der Polizei stellt eine Autofahrerin ihren Wagen gegen 11.15 Uhr in der Nähe der Einmündung der Moselstraße in die Ortsumgehung B 419 ab. Statt die Handbremse ordnungsgemäß anzuziehen, löst die Fahrerin diese vermutlich aus Versehen wieder, so dass sich das Auto an der abschüssigen Stelle in Bewegung setzt. Die Frau befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch im Wagen, kann ihn aber offenbar nicht abbremsen.

Das Auto der für ihre Geländewagen bekannten Marke Ssangyong quer rollt über die Bundesstraße. Zum Glück ist dort in diesem Moment kein Fahrzeug unterwegs, sonst könnte es zu einem schlimmen Zusammenstoß kommen. Auf der anderen Straßenseite schließt sich ein Streifen Wiese an. Darüber rollt der Wagen schnurstracks weiter bis ins Wasser.

Ehe das Auto die Uferböschung hinabrutscht, schafft es die Fahrerin, ihren Wagen zu verlassen. Ein Zeuge versucht noch vergeblich, das Auto zu stoppen. Der Zeuge wird bei dem Rettungsversuch leicht verletzt. Das Auto versinkt im Bereich der Staustufe Wellen. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar, jedenfalls hat das Fahrzeug nur noch Schrottwert.

Unmittelbar nach dem Absetzen des Notrufes werden zwei von drei Turbinen des Laufwasserkraftwerks an der Staustufe abgeschaltet. Erste Kräfte der Feuerwehr Konz rückten mit einem Ölabscheider-Geräteanhänger aus. Einsatzkräfte des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA, Außenstelle Wincheringen), der Wasserschutzpolizei sowie die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Trier treffen ein. Mit einem Sonarboot des WSA wird versucht, das versunkene Auto zu orten. Ein Kranschiff des WSA nimmt zwei Taucher mit an Bord. Sie steigen ins Wasser, suchen in der Nähe der Schleuse nach dem Fahrzeug und halten dabei über Funk Kontakt. Den Wagen finden sie jedoch nicht.

 Über diese Wiese rollte das Auto in die Mosel - die Spuren im Gras sind noch zu sehen.
Über diese Wiese rollte das Auto in die Mosel - die Spuren im Gras sind noch zu sehen. Foto: Wilfried Hoffmann
Versunkenes Auto aus der Mosel bei Wellen geborgen

Zuletzt suchen die Einsatzkräfte mit drei sogenannten Wölfen (Anker an Seilen) über die gesamte Breite des Kranschiffes Bison den Untergrund in sieben Metern Wassertiefe ab. Obwohl die Anker an der einen oder anderen Stelle auf Widerstand stoßen, wird das Auto bis in die Abendstunden nicht gefunden.

Gegen 19.30 Uhr am Dienstagabend brechen die Helfer die Suche vorerst ab. Sie wird am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Dabei sollen eventuell eine Tauchergruppe des WSA und ein Sonarboot zum Einsatz kommen.

Beim Einsatz am Dienstag beteiligt: Freiwillige Feuerwehren Konz und Wellen, Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Trier, Wasserschutzpolizei, Mitarbeiter des WSA und Polizeiinspektion Saarburg.

Am Ostermontag waren drei Jugendliche bei einem Unfall in Pölich mit ihrem Auto in die Mosel geschleudert (der TV berichtete). Die Insassen blieben unverletzt, das Wrack wurde geborgen.