Erneut Auto am Trierer Messepark in Flammen

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage : Erneut Auto am Trierer Messepark in Flammen

Erneut brennt im Messepark ein Auto. Erst kürzlich brannte dort ein Ford Fiesta aus. Die Polizei schließt in diesem Fall Brandstiftung und einen Zusammenhang mit dem vorherigen Brand nicht aus.

Autos, die in Flammen aufgehen: Das gibt es nicht nur in Krimis, sondern auch in Trier. Gleich mehrfach sogar in den vergangenen Jahren. Jeder Autobrand erinnert dabei an die Serie auf dem Tarforster Plateau, die nun zwar schon mehr als zehn Jahre zurückliegt, bei der ein immer noch unbekannter Brandstifter allerdings immerhin 25 Wagen anzündete (siehe Info).

Jetzt ist es wieder passiert: Binnen weniger Tage sind unter dem westlichen Brückenkopf der Konrad-Adenauer-Brücke zwei Autos abgebrannt. Der erste – ein schwarzer Fiesta – am Donnerstag, 28. November, gegen 17.50 Uhr. Am Sonntag, 1. Advent, rückte die Berufsfeuerwehr dann zum zweiten Mal – annähernd zur gleichen wie bei dem Zeit – unter die Brücke am Messepark aus. Diesmal brannte ein roter Citroen, ebenfalls ein Kleinwagen.

Jogger, Spaziergänger und Besucher von Veranstaltungen auf dem Messeparkgelände stellen ihre Autos regelmäßig auf der kleinen Parkfläche unter der Brücke ab. Weitere geparkte Autos seien bei den beiden Bränden allerdings nicht beschädigt worden, teilt Polizeipressesprecher Uwe Konz am Montag auf TV-Nachfrage mit. Es gebe „Hinweise auf Brandstiftung“, sagt Konz, die Polizei vermutet zudem einen „Tatzusammenhang“ zwischen den beiden Bränden. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

In Trier kam es in den vergangenen Jahren zu einigen Brandstiftungen:

Oktober 2017: In Trier-Nord gehen binnen weniger Tage drei Autos in Flammen auf. Die Polizei nimmt einen 22-jährigen Tatverdächtigen fest, der die Taten gesteht und später zu drei Jahren Haft verurteilt wird.

Juli 2017: Innerhalb von zwei Tagen brennen bei Trier-Pfalzel zwei Autos. Bislang konnte kein Täter festgestellt werden.

Juni 2017: In Zemmer-Rodt brennt das vierte Auto seit Jahresbeginn. Die Polizei Schweich überführt schließlich einen 27-jährigen Feuerwehrmann, der die Taten gesteht.

Oktober 2016: Brandserie in Trier-Ruwer: In zwei Nächten in Folge zünden Unbekannte drei Autos an. Ein Verdächtiger wurde bislang nicht ermittelt.

August 2016: In einer Garagenanlage im Trierer Busental brennen drei Autos aus. Die Polizei vermutet Brandstiftung, konnte bislang aber keinen Täter ermitteln.

Zwischen 2003 und 2007 gehen bei der bislang größten Serie von Autobränden in Neu-Kürenz, rund um die Uni, 25 Autos in Flammen auf. Die Polizei konnte auch dabei bislang keinen Täter ermitteln.

Zurück bleiben nur verkohlte Wrackteile: Unter der Brücke ist schon das zweite Auto innerhalb weniger Tage abgefackelt. Die Polizei Trier vermutet Brandstiftung. Foto: Marius Kretschmer

Im Mai 2017 nimmt die Polizei einen 28-Jährigen fest, der ab Februar 2014 insgesamt 14 Brände in Trier-Zewen gelegt haben soll – keine Autos, sondern Gartenhäuser, Schuppen und ein Wohnwagen. Der Verdächtige ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und war durch „auffälliges Verhalten“ in den Fokus der Polizei geraten. Vom Trierer Landgericht wird er schließlich zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

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