Evakuierung wegen Bombe in Trier-Euren ist generalstabsmäßig geplant

Katastrophenschutz : Evakuierung wegen Bombe in Trier-Euren ist generalstabsmäßig geplant

Wenn am Sonntag, 22. September, die Weltkriegsbombe in Trier-Euren entschärft wird, werden 350 Menschen im Einsatz sein, damit die Evakuierung reibungslos abläuft. Bereits ab 10 Uhr kommt niemand mehr in das Sperrgebiet.

Der Zeitplan zur Entschärfung der Weltkriegsbombe steht. Am Sonntag um 12.30 Uhr will der Kampfmittelräumdienst per Fernentschärfungsgerät den Zünder der Bombe, die auf der Bezirkssportanlage Trier-West gefunden wurde, zerstören.

Auf einer Pressekonferenz gab Ordnungsdezernent Thomas Schmitt nun den genauen Zeitplan für die Evakuierung bekannt. Demnach werden am Sonntag ab 10 Uhr alle Zufahrten in das Evakuierungsgebiet gesperrt sein. Ab 10.30 Uhr ist die Notunterkunft Messepark geöffnet, Sonderbusse fahren durch das gesperrte Gebiet dorthin. Alle Anwohner, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen, können sich in der Messeparkhalle aufhalten.

Zwischen 11 und 12.30 Uhr wird kontrolliert, ob alle Bewohner ihre Wohnungen verlassen haben. Auch ein Hubschrauber wird im Einsatz sein. Erst dann entschärft der Kampfmittelräumdienst um 12.30 Uhr die 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Den Sicherheitsradius hat der Kampfmittelräumdienst – entsprechend dem Gewicht des Sprengkörpers – auf 500-Meter festgelegt. 2300 Einwohner sind betroffen. Auch der Autoverkehr muss sich an diesen Radius halten. Thomas Schmitt warnt eindringlich davor dennoch zu versuchen, irgendwie in das Gebiet zu fahren. Auch der Busverkehr ist betroffen. Die Buslinie 81 wird zwischen 11 und 14 Uhr umgeleitet.

350 Personen werden insgesamt am Sonntag im Einsatz sein, darunter die Feuerwehr Trier, Schnelle Einsatzgruppe (SEG), das DRK, der Arbeiter Samariter Bund (ASB), Malteser Hilfsdienst, der Technische Hilfsdienst (THW), Polizei, Stadtwerke und Mitarbeiter der Stadt. Allein 75 Polizeibeamte sind zusätzlich im Dienst, um Straßen abzusperren, der Feuerwehr zu helfen und im evakuierten Gebiet zu patroullieren.

Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst ist zuversichtlich, dass es keine größeren Probleme geben wird, hält sich aber bedeckt, was die Dauer des Prozederes angeht. „Das können zehn Minuten sein oder fünf Stunden.“

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