Falscher Alarm: Doch kein Pferdequäler in der Eifel unterwegs

Polizei ging zunächst von einer Straftat aus, Tiere verletzten sich wohl gegenseitig : Falscher Alarm: Doch kein Pferdequäler in der Eifel unterwegs

Drei Pferde wurden vergangenen Freitag in Dudeldorf mit Wunden gefunden. Einem der Vierbeiner fehlte der Schweif. Die Polizei ging zunächst von Tierquälerei aus. Aber es war ganz anders, wie eine Volksfreund-Nachfrage beim Besitzer ergab.

Denn jetzt stellt Klaus Dohm von der Pferdepension „Pfalzhof Dohm“ klar, dass seine Pferde sich wohl gegenseitig verletzt haben. „Den Schweif muss eines der anderen abgeknabbert haben“, sagt Dohm: Die Verletzungen an den Läufen stammten wohl von Huftritten. Und nicht, wie zunächst angenommen, von Messerstichen.

Dies hätte der Tierarzt, der die Pferde vergangene Woche behandelt habe, „zweifelsfrei festgestellt“. Und danach habe man die Stuten auch bei solchen Kabbeleien beobachtet.

Nun wünscht sich Dohm, dass die „Hysterie“ angesichts der Taten wieder abebbt und die Meldung vom Netz geht. Die Mittelung wurde über das Presseportal der Polizei Bitburg verbreitet und dann von verschiedenen Medien übernommen.

„Wir sind dankbar für den Hinweis“, sagt der Bitburger Polizeichef Christian Hamm. Man werde die Sache nun richtig- und die Ermittlungen einstellen.

Es ist derzeit also doch kein Pferderipper in der Eifel unterwegs. Zuletzt hatte im Jahr 2012 ein Unbekannter in Reuth (Vulkaneifel) einer Stute ins Ohr geschnitten. In Neuheilenbach wurde 2011 ein Pferd angeschossen und die Kugel dann aus dem Fleisch wieder herausgeschnitten. 2005 erschlug ein Mann ein Turnierpferd in Alsdorf mit einem Hammer und quälte ein zweites mit einer Holzstange.

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