1. Blaulicht

Feuer im Seniorenheim Jünkerath - 120 Einsatzkräfte vor Ort

Brandursache ungeklärt : Feuer im Seniorenheim Jünkerath - 120 Retter im Einsatz

Im Jünkerather Seniorenheim hat es am frühen Freitagmorgen gebrannt. Eine Mitarbeiterin wurde verletzt, die Bewohner blieben unversehrt, etwa 120 Retter eilten zum Unglücksort in der Verbandsgemeinde Gerolstein.

Wieder ein Feueralarm in der Eifel – und wieder, nach dem Hausbrand in Lissendorf vom Vortag, im Oberen Kylltal: Am frühen Freitagmorgen hat es im Jünkerather Seniorenheim gebrannt.

Wie Sascha Löbens, der Wehrführer der Verbandsgemeinde Gerolstein, mitteilt, ging der Alarm um 3.21 Uhr ein. Kurz darauf war die Jünkerather Wehr am Gebäude in der Schüllerstraße eingetroffen: Es brannte in einem Zimmer im derzeit unbewohnten Dachgeschoss der Anlage.

Feuer im Seniorenheim Jünkerath - 120 Einsatzkräfte vor Ort
Foto: Presse Feuerwehr VG Gerolstein

Gemeinsam mit den umgehend nachalarmierten Wehren aus den Nachbarorten hatte man das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht, um 3.52 Uhr meldete Einsatzleiter Olaf Templin: „Feuer aus“.

Feuer im Seniorenheim Jünkerath - 120 Einsatzkräfte vor Ort
Foto: Presse Feuerwehr VG Gerolstein

Allerdings war eine Mitarbeiterin des Nachtdiensts verletzt worden, der Rettungsdienst versorgte sie an Ort und Stelle und brachte sie vorsorglich ins Krankenhaus.

Die Kollegin, sagt Pflegedienstleiterin Aloysia Schönberger im Verlauf des Vormittags zum TV, habe eine Rauchvergiftung erlitten, das Krankenhaus aber bereits wieder verlassen können.

In dem betreffenden Zimmer sei die Matratze in Brand geraten – warum, könne derzeit noch niemand sagen. Die Kriminalinspektion Wittlich hat die Ermittlungen übernommen.

In diesem Teil der Anlage sind nach Angaben der Polizei Prüm 40 Bewohner gemeldet, alle seien schnell nach draußen gebracht worden. Die DRK-Helfer versorgten 19 von ihnen. Insgesamt leben in dem Seniorenheim etwa 80 Frauen und Männer.

„Gottseidank ist sonst keiner verletzt worden, das ist das Wichtigste“, sagt Aloysia Schönberger. Dennoch sei der Schaden beträchtlich: Im Obergeschoss sei überall Ruß, im beschädigten Zimmer hätten Wände und Decken stark gelitten. Das Dachgeschoss, sagt die Pflegedienstchefin, „wird wohl neu gemacht werden müssen“.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis etwa 5.30 Uhr. Im Einsatz waren 83 Kameraden der Wehren aus Jünkerath, Stadtkyll, Schüller, Esch, Feusdorf und Lissendorf sowie die Feuerwehr-Einsatzzentrale Obere Kyll und die Einsatzleitwagen aus Hillesheim und Daun. Ebenfalls am Brandort: die Polizei Prüm, der DRK-Rettungsdienst und 40 Kräfte der Schnelleinsatzgruppen des DRK Vulkaneifelkreis.