| 06:31 Uhr

Feuer
Großeinsatz: Einfamilienhaus in Züsch brennt aus und wird unbewohnbar

FOTO: TV / Florian Blaes
Züsch. Ein Gebäudebrand hält am Donnerstag den Hochwaldort in Atem. Die Bewohner können sich in Sicherheit bringen. Zwischenzeitlich müssen die Einsatzkräfte von einer weiteren Gefahrenlage ausgehen. Von Florian Blaes

Als die Feuerwehren in Züsch eintreffen, brennt das Einfamilienhaus bereits lichterloh. Das Dorf wird von weitem sichtbar durch meterhohe Flammen erleuchtet. Dichter Rauch steigt vom Haus empor. Die zwei Bewohner des Hauses können sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen.

„In dem Wohnhaus war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs ein Ehepaar. Die Frau hatte relativ schnell das Haus verlassen, der Mann kam zeitverzögert aus dem brennenden Haus und zog sich hierbei eine leichte Rauchgasvergiftung zu“, so Uwe Konz, Pressesprecher der Polizei Trier. Der Rettungsdienst versorgte beide Bewohner vor Ort. Unterdessen begannen unter schwerem Atemschutz die Löscharbeiten. Eine Drehleiter wurde in Stellung gebracht. So konnte das Feuer von oben bekämpft werden. Mit mehreren Löschtrupps wurde das Haus ebenfalls von außen gelöscht. An ein Betreten des Hauses und einen Löschangriff von innen war aufgrund der Brandausbreitung nicht zu denken. Innerhalb kurzer Zeit fraßen sich die Flammen vom Dachstuhl in die unteren Etagen, bis das Haus in Vollbrand stand. „Auf dem Balkon befanden sich zwei Gasflaschen. Wir haben diese mit Wasser heruntergekühlt, um eine Explosion zu verhindern. Wir konnten aber während der Löscharbeiten feststellen, dass die Gasflaschen durch das Sicherheitsventil abgeblasen haben“, erklärt Rainer Andres, Pressesprecher der Feuerwehr VG Hermeskeil. Somit war zumindest diese Gefahr erst einmal gebannt.

Zur weiteren Unterstützung wurden eine zweite Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug aus dem benachbarten Birkenfeld nachalarmiert und in Stellung gebracht. So konnten die Einsatzkräfte, nachdem der Brand unter Kontrolle war, gezielt weitere Brandherde und Glutnester ausfindig machen und löschen. Dabei wurden weitere Teile des Daches und Zwischenwände aufgerissen. Der Dachstuhl und das Obergeschoss brannten vollständig aus. Das Haus ist laut Polizeiangaben derzeit unbewohnbar. Die zwei Bewohner kamen bei Verwandten im Ort unter. „Die Brandwache der Feuerwehr Züsch und der Feuerwehr Hermeskeil bestand noch bis zur Mittagszeit. In dieser Zeit wurden immer wieder auflodernde Glutnester abgelöscht.“, so Rainer Andres.

Weit um das Einfamilienhaus wurde die Straße durch die Polizei abgesperrt. Nachbarn und Anwohner wurden aufgefordert, ihre parkenden Autos umzuparken, so dass die Einsatzkräfte Platz genug hatten für ihre Fahrzeuge. Die Einsatzleitung positionierte sich am Anfang der Straße, um sich mit Wehrleiter, Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI), organisatorischem Leiter (OrgL) und Polizei zu koordinieren. Der Energieversorger stellte den Strom in der Straße ab, da es immer wieder zu Funkenflug kam.

Brandermittler der Polizei konnten erst am späten Nachmittag die Brandruine betreten. Wie hoch der entstandene Schaden und was die Brandursache ist, blieb bis zum Donnnerstagabend unklar.
Im Einsatz war die Feuerwehreinsatzzentrale, Wehrleitung und Führungsstaffel der VG Hermeskeil. Weiterhin die Feuerwehren aus Züsch, Neuhütten, Damflos, Muhl, Reinsfeld, Hermeskeil und Birkenfeld. Zudem das DRK Hermeskeil, Thalfang und Birkenfeld, der Notarzt Hermeskeil, das DRK Hermeskeil und der OrgL, sowie der KFI Trier-Saarburg und die Polizei.

Einfamilienhaus in Züsch brennt FOTO: TV / Florian Blaes