1. Blaulicht

Feuerwehreinsatz bei Schönecken: 60 Kräfte löschen Feld- und Waldbrand

Blaulicht : Update: Wald und Feld in Flammen: Großeinsatz bei Schönecken

Bei einem Feuer am Mittwoch, ausgelöst vermutlich durch eine defekte Ballenpresse, sind bei Schönecken große Abschnitte eines Getreidefelds und des angrenzenden Waldstücks verbrannt. Die Wehren waren bis in den späten Abend im Einsatz.

Großeinsatz für die Retter am Mittwoch bei Schönecken: Außerhalb des Orts im Nimstal sind kurz nach 16 Uhr weite Abschnitte eines Getreidefelds und es angrenzenden Waldstücks in Brand geraten.

„Das war in der Nähe des Irsfelder Hofs“, sagt der Schönecker Wehrführer Rüdiger Hack. Ursache für das Feuer ist nach vorläufiger Einschätzung der Polizei Prüm eine Quader-Ballenpresse, die während der Arbeit auf dem Feld infolge eines technischen Defekts zu brennen beginnt.

 Der Einsatzort nahe Schönecken: Feld und Wald stehen in Flammen.
Der Einsatzort nahe Schönecken: Feld und Wald stehen in Flammen. Foto: Feuerwehr Prüm

Das Feuer breitet sich schnell aus, auch weil es immer wieder von Windböen angetrieben wird: auf die Feldfläche, auf die bereits gepressten Strohballen – und auf den angrenzenden Baumbestand, eine Neubepflanzung mit jungen Bäumen.

Ein Problem: Dahinter, sagt Rüdiger Hack, liegt ein höher gewachsener Fichtenwald. „Und die brennen schnell.“

Kurz darauf treffen die Feuerwehren ein. Mit dabei: die Wehren aus Schönecken, Neidenbach, Feuerscheid, Lasel, Bleialf, Prüm, Kyllburg. Die Wehren aus Seiwerath und Rommersheim richten in Seiwerath, Schönecken und Rommersheim die Wasser-Entnahmestellen ein.

Von dort befüllen sie die Güllefässer zahlreicher Landwirte, der Werkswehr der Molkerei in Pronsfeld und einen Lastwagen mit Tankauflieger der Prümer Firma Thome-Bormann.

Der Einsatz ist nicht einfach: „Da war richtig was gebacken“, sagt Manfred Schuler von der Prümer Wehr. Was die Arbeit erschwert: Man findet kaum Löschwasser in der direkten Umgebung. Da der Brandort auf einem Berg liegt, „musste das ganze Löschwasser von den Entnahmestellen dort hingefahren werden“, sagt Rüdiger Hack.

Insgesamt seien deshalb „rund 350.000 Liter Wasser auf Achsen unterwegs“ gewesen, sagt Manfred Schuler.

Erst am späten Abend ist das Feuer weitgehend gelöscht, eine noch weitere Ausbreitung vor allem auf den großen Fichtenbestand kann verhindert werden.

„Wir haben mit Einbruch der Dämmerung bis ein Uhr Brandwache gehalten und mit einer Wärmebildkamera Glutnester ausfindig gemacht und gelöscht“, sagt Wehrführer Hack.

Die Polizei Prüm schätzt den Sachschaden vorläufig auf etwa 20.000 Euro.