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Waldbrand
Feuerwehren löschen großen Waldbrand in Trier dank Pendelverkehr (Fotos)

Immer wieder lodern Flammen auf beim Brand im Meulenwald.
Immer wieder lodern Flammen auf beim Brand im Meulenwald. FOTO: TV / Florian Blaes
Trier-Quint/Schweich. Im Meulenwald nahe Trier-Quint haben am Freitagnachmittag ein Holzlager und zahlreiche Bäume bis in die Baumkronen in Flammen gestanden. Zahlreiche Feuerwehren stellten die Löschwasserversorgung durch einen Pendelverkehr sicher. Die Kripo ermittelt, um die Brandursache herauszufinden. Von Florian Blaes

Eine besorgte Bürgerin aus Schweich-Issel rief am Freitagnachmittag um 13.40 Uhr Thomas Grünhäuser vom Forstamt Trier an. „Sie sprach von einer starken Rauchentwicklung aus dem Meulenwald, in der Nähe der Hochspannungsleitungen“, erzählt Grünhäuser. Zunächst habe er sich nicht viel dabei gedacht, da es in diesem Umkreis auch eine Feuerstelle zum Grillen gebe. Der Forstwirt fuhr mit seinem Auto zur möglichen Brandstelle. „Dort stand unser Holzlager in Vollbrand, meterhoch schossen die Flammen in den Himmel.“ Umgehend setzte er den Notruf ab. Eine Rauchsäule war weithin bis nach Trier sichtbar.

Um 13.50 Uhr gab es den Großalarm für die Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ankamen, stand der Schuppen im Wald komplett in Brand, und die Bäume rundherum brannten selbst in 25 Metern Höhe. „Sofort wurde eine Wasserversorgung mit Hilfe unserer Tanklöschfahrzeuge aufgebaut und mit den Löscharbeiten begonnen“, erklärt Alexander Loskyll, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Schweich. Weitere Feuerwehren wurden zur Unterstützung nachalarmiert.

„Die Schwierigkeit bei dem Feuer ist, das es mitten im tiefen Wald ist und es kein Wasser weit und breit für die Tanklöschautos gibt“, beschreibt Loskyll die Lage.

Im Pendelverkehr fuhren die Einsatzfahrzeuge einen Hydranten in Issel an. Etwa eine Stunde später war das Feuer unter Kontrolle, aber noch längst nicht gelöscht.

Meulenwald in Trier-Quint steht in Flammen (Fotos) FOTO:

„Betroffen war unser Lager von etwa 50 Kubikmetern Holz und wohl eine Fläche von 600 Quadratmetern rundherum“, schätzt der Forstwirt die Lage ein. Alle sind froh, dass der Wind aus Richtung Westen kam. „Wenn der Wind aus Richtung Osten gekommen wäre, hätte er die Flammen über die Wiese auf ein Waldstück mit sehr trockenen Ästen gedrückt“, ist sich Thomas Grünhäuser sicher. Der Brand wäre schlimm ausgegangen.

Das völlig zerstörte Holzlager ist derweil dem Erdboden gleich gemacht. Die Wellbleche wurden weiter abgekühlt und auf Seite geschoben. Das Holz aus dem Lager und das Unterholz aus dem Wald wurden nach und nach abgelöscht. Als die größten Flammen gelöscht waren, rollte eine Waldmaschine an, um alle Holzreste auseinanderzuziehen. Anschließend wurden auch diese Glutnester abgelöscht. „Wir hatten mehr als 50 Kräfte im Einsatz, die mit den Löschfahrzeugen im Pendelverkehr fuhren und vor Ort gelöscht haben“, so der Wehrleiter.

Forstamtsleiter Gundolf Bartmann sagt: „Ich bin sehr froh, dass die Feuerwehr sehr schnell vor Ort war und einen noch größeren Waldbrand verhindern konnte. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte.“ Dass sich das Feuer so schnell ausbreiten konnte, ist kaum verwunderlich, wie Bartmann erklärt: „Auch wenn es zuletzt geregnet hat, ist das Unterholz weiterhin viel zu trocken.“

Um 18 Uhr waren auch die letzten Glutnester abgelöscht. Noch währen der Löscharbeiten hatten Brandermittler der Polizei ihre Arbeit aufgenommen. Was die Ursache und wie hoch der Sachschaden ist, stand noch nicht fest.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Schweich, Issel, Föhren, Leiwen, Fell, Zemmer und die Berufsfeuerwehr Trier. Zudem das DRK.