Gefahrstoffeinsatz in Olzheim - LKW verliert Flüssigkeit

Rasthof-Parkplatz gesperrt : Gefahrstoff-Alarm in Olzheim - LKW verliert Flüssigkeit

Zahlreiche Einsatzkräfte sind am frühen Donnerstagmorgen zum Rasthof an der Bundesstraße 51 ausgerückt. Ein Sattelzug hatte dort über Nacht eine mutmaßlich gesundheitsgefährdende Flüssigkeit verloren. Am Ende gab es Entwarnung.

Nach Auskunft der Feuerwehr Prüm war die Flüssigkeit über Nacht aus dem geparkten LKW ausgetreten. Der Alarm sei um 5.55 eingegangen.

Kurz darauf waren mehr als 50 Kräfte an Ort und Stelle: Polizei Prüm, DRK, die Wehren aus Olzheim, Reuth und Prüm, der Gefahrstoffzug des Landkreises Vulkaneifel, die Kreisfeuerwehrinspekteure Jürgen Larisch (Bitburg-Prüm) und Harald Schmitz (Vulkaneifel). Auch Vertreter der Wasserbehörde von der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm kamen zum Einsatzort.

Foto: Fritz-Peter Linden

Der Parkplatz, direkt an der Bundesstraße 51 gelegen, wurde abgesperrt. Die Wehren fingen mit Bindemittel den ausgetretenen Stoff auf. Laut Papieren des Lasters einer Spedition aus Witten handelte es sich dabei um eine Harzlösung mit Namen Dynapol, die einen niedrigen Flammpunkt hat und unter anderem Reizungen von Augen und Atemwegen verursachen kann.

Foto: Fritz-Peter Linden

Der tschechische Fahrer des Gefahrgut-Gespanns konnte, auch wegen mangelnder Sprachkenntnisse, keine Angaben machen, die den Einsatzkräften hätten weiterhelfen können.

Foto: Fritz-Peter Linden

Ein weiteres Problem: Es traten auch Dämpfe aus. Bei dem angegebenen Stoff, sagte Jürgen Larisch zum TV, dürfte das aber nicht der Fall sein. Außerdem stand zunächst noch nicht fest, an welcher Stelle des Aufliegers sich das Leck aufgetan hatte.

Der LKW-Tank war mit drei Ladekammern ausgestattet. Die erste enthielt etwa 11 500 Liter des Gefahrstoffs. In der zweiten befand sich eine ungefährliche Flüssigkeit, die dritte Kammer war leer.

Gegen acht Uhr sagte Einsatzleiter Alexander Thiel, zugleich Wehrleiter der Verbandsgemeinde Prüm: „Wir werden jetzt noch Proben entnehmen, um sicherzustellen, aus welcher Kammer der Stoff austritt.“ Danach werde man das weitere Vorgehen beschließen.

Eine akute Gefahr für Mensch und Umwelt bestand indes nicht. Für den Straßenverkehr ergaben sich keine Behinderungen.

Gegen 10.15 Uhr konnten die Retter Entwarnung geben: Wie Manfred Schuler von der Prümer Wehr durchgab, hatte es sich bei dem ausgetretenen Stoff nicht um die gefährliche, sondern um die unbedenkliche Flüssigkeit gehandelt. Die Spedition schickte ein weiteres Fahrzeug, in das die Ladung umgepumpt wurde, der Einsatz war gegen Mittag beendet.

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