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Gegner von Corona-Regeln demonstrieren in Trier, Eifel und Hunsrück

Gegendemonstranten bei NPD-Kundgebung : So verliefen die Demos gegen Corona-Maßnahmen in Trier, Eifel und Hunsrück

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es in Trier am Montagabend rund um die Porta Nigra gekommen. Grund war eine Demo der NPD, gegen die wiederum die Trierer Antifa protestierte. Gegner der Corona-Maßnahmen gingen zudem in weiteren Orten der Region auf die Straße.

Zwei Anhänger der NPD versammelten sich an der Porta-Nigra, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Dem stellten sich, laut Polizei, etwa 35 Gegendemonstranten entgegen. Schwarz vermummt und mit Fahnen und Banner suchten sie die Konfrontation mit der NPD. Allerdings konnte ein sehr starkes Polizeiaufgebot eine Auseinandersetzung abwenden und trennte die beiden Lager.

Die Demonstrationen dauerten etwa 1,5 Stunden. Wie die Polizei meldet, fandet sich währenddessen im Stadtgebiet auch einige sogenannte „Montagsspaziergänger“ ein. Diese erhielten von der Polizei einen Platzverweis für die Innenstadt, da aufgrund der hohen Inzidenzen in Trier Aufzüge untersagt sind. Im weiteren Verlauf des Abends kam es in der Stadt zu keinen Zwischenfällen, bei denen die Polizei hätte einschreiten müssen.

Aufgrund der bundesweiten Proteste gegen die Coronamaßnahmen war die Polizei nach eigenen Angaben auf weitere gleichartige Veranstaltungen eingestellt. So gab es Hinweise auf Proteste in mehreren Städten der Region.

In den einschlägigen Foren sozialer Netzwerke hatten die Organisatoren der Proteste zu Zusammentreffen auch in Saarburg, Morbach, Baumholder, Birkenfeld, Hermeskeil, Idar-Oberstein, Wittlich, Bitburg, Daun, Gerolstein, Bernkastel-Kues und Zell sowie in Traben-Trarbach aufgerufen.

Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Regeln bei Demo in Saarburg

"Wir kontrollieren täglich die Einhaltung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Regelmäßig finden diesbezüglich auch landesweite Kontrolltage statt. Aus dem Grund ist es auch die Pflicht der Kommunen und der Polizei, die Montagsspaziergänge immer wieder zu überwachen", sagt Polizeidirektor Ralf Krämer, der für den Bereich der Polizeidirektion Trier verantwortliche Einsatzleiter.

In Saarburg versammelten sich ab etwa 18 Uhr bis zu 120 Menschen. Schon zu Beginn erkannten Polizei und Versammlungsbehörde vermehrt Verstöße gegen die Coronaregeln und forderten die Teilnehmer der Versammlung über Lautsprecherdurchsagen auf, diese zu beachten.

Auf ihrem Weg durch die Saarburger Innenstadt, verstießen die Versammlungsteilnehmer unverändert gegen die Auflagen, sodass die Versammlung um 18.32 Uhr in Abstimmung mit der Versammlungsbehörde aufgelöst wurde. Im Nachgang stellte die Polizei etliche Personalien fest, um entsprechende Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten einzuleiten.

Weitere Demos gegen Coronamaßnahmen in der Region

In Idar-Oberstein sahen sich etwa zehn Coronamaßnahmen-Kritiker bis zu 40 Gegendemonstranten gegenüber. Die Polizei konnte hier einen friedlichen Verlauf der Versammlungen feststellen.

In Morbach, Hermeskeil und Schweich stellte die Polizei mehrere Kleingruppen fest, die der Kritikerklientel zuzuordnen waren, ohne dass es Beanstandungen gab.

"Unser oberstes Ziel ist es, den Gesundheitsschutz in der Pandemie mit dem Recht auf Versammlungsfreiheit in Einklang zu bringen", sagt Krämer und resümiert den Polizeieinsatz: "Neben einem Strafverfahren wegen Verstoßes gegen §86a StGB wurden 75 Personen angesprochen, bei 63 die Identität festgestellt.  42 Platzverweise wurden ausgesprochen sowie 31 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die CoBeLVO gefertigt."

Demonstranten an Mosel und in der Eifel hielten sich meist an Auflagen

In Bitburg gingen etwa 128, in Bernkastel-Kues ca. 35, in Wittlich 30, Zell etwa 25, Gerolstein 78 und in Traben-Trarbach 20 Menschen für ihren Unmut gegen die Pandemiepolitik auf die Straße. Hier gab es bis auf wenige Aufforderungen zur Einhaltung der Coronaregeln keine Zwischenfälle.

Kriminaloberrat Patrick Niegisch, Einsatzleiter der Polizeidirektion Wittlich, bestätigte dies auch für den dortigen Zuständigkeitsbereich: "Die Menschen gaben ihre Meinung auf den Straßen an der Mosel und in der Eifel kund. Unsere Aufgabe war es, dies zu ermöglichen und dennoch auf die Einhaltung der Corona-Regelungen zu achten. Die überwiegende Zahl der Demonstrierenden hielt sich heute daran".

Hier geht es zur Bilderstrecke: NPD-Demo und Gegenprotest an der Porta Nigra