Feuer: Großeinsatz bei Brand von Grünschnitt in Ayl (Fotos)

Feuer : Großeinsatz bei Brand von Grünschnitt in Ayl (Fotos)

75 Feuerwehrleute haben auf der Sammelstelle in Ayl die Flammen bekämpft. Es war nicht das erste Feuer auf einer solchen Fläche. Über die Vermeidung derartiger Fälle gehen die Meinungen auseinander.

Kurz vor 24 Uhr in der Nacht zum Dienstag wird die Feuerwehr nach Ayl gerufen. Dicke weiße Rauchwolken ziehen über die Ayler Kupp. Brandgeruch legt sich über den Ort. Es brennt auf der Grünschnittsammelstelle. Die Wehren aus Ayl, Biebelhausen, Saarburg und Beurig rücken aus.

Landwirt Bernd Eilenz wird von der Sirene aus dem Schlaf gerissen. Als er aus dem Fenster schaut, ist ihm sofort klar, wo es brennt. Er betreibt die Sammelstelle nahe der B 51 Richtung Wawern seit einigen Jahren und kann von seinem Hof über Bäume hinweg auf den großen Haufen schauen. Umgehend fährt er dorthin.

„Der gesamte Grünabfallhaufen, etwa 1000 Kubikmeter, brannte in voller Ausdehnung“, sagt Wehrleiter Bernhard Hein am nächsten Tag. Landwirt Eilenz präzisiert: „Nur der nicht geschredderte Abfall auf einer Fläche von etwa fünf mal zehn Metern hat gebrannt.“

 Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da es vor Ort keinen Wasseranschluss gibt. Das Gelände liegt laut Eilenz etwa 300 bis 400 Meter von der nächsten Bebauung entfernt. Die Tanklöschfahrzeuge der Konzer Wehr und der Berufsfeuerwehr Trier werden nachalarmiert.

Auch das Technische Hilfswerk (THW) wird zu Hilfe gerufen. Mit einem Bagger und einem Radlader schichten die THW-Kräfte den gesamten Grünabfall zum Ablöschen um. Bei den Baggerarbeiten flammen immer wieder Glutnester auf. Bis 3 Uhr sind die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Mehr als 100 000 Liter Wasser verbrauchen sie.

Das Deutsche Rote Kreuz ist vor Ort, um die Einsatzkräfte mit Getränken zu versorgen und bei Verletzungen helfen zu können. Doch verletzt wird niemand. 75 Kräfte sind laut Wehrleiter Hein im Einsatz, davon 50 von der Feuerwehr, zehn vom DRK, elf vom THW und drei von der Polizei. Zur möglichen Brandursache sagt der Wehrleiter: „Wir gehen bei dieser Hitze von einer Selbstentzündung aus. Vergangene Woche hat es auch auf der Grünschnittsammelstelle in Riol ein Feuer gegeben.“ In den Vorjahren habe es bei trocken-heißem Wetter in Ayl schon zweimal und in Kirf-Beuren einmal gebrannt.

Wie lässt sich so etwas verhindern? Hein schlägt vor, Grünabfall zu schreddern, und verweist auf den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART). Er sagt: „Darin laufen Gärprozesse. Wenn dann noch trockenes Zeug draufliegt, entzündet sich das von selbst.“

ART-Pressesprecherin Kirsten Kielholtz sieht keine Möglichkeiten, solche Brände zu verhindern. Sie sagt: „Der jüngste Schreddertermin in Ayl war vor etwas mehr als zwei Wochen, seitdem wurden keine großen Mengen Grünabfall dort gelagert.“ Ansonsten reiche auch eine kleine Glasscheibe, um ein Feuer zu entfachen.

Foto: TV/Wilfried Hoffmann

Landwirt Bernd Eilenz äußert sich ähnlich. Er sagt: „In kürzeren Abständen zu schreddern, halte ich für nicht machbar. In der Regel rufe ich beim ART an , um den Schredder zu bestellen. Der kommt dann innerhalb von acht Tagen. Der Haufen Grünabfall, der jetzt dort lag, war relativ bescheiden.“ Eilenz gibt zu bedenken: „Es ist politisch gewollt, dass der Grünschnitt dezentral gesammelt wird. Jetzt haben wir eben extreme Temperaturen.“ Und die sollen anhalten, auch wenn Schauer und Gewitter für die nächsten Tage gemeldet sind. Dass es in Ayl so schnell wieder brennt, glaubt der Landwirt aber nicht. Der Haufen sei jetzt gut durchnässt.

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