Großeinsatz in Oberbillig – Ferienhaus brennt komplett nieder

Feuerwehr : Großeinsatz in Oberbillig – Ferienhaus brennt komplett nieder (Fotos/Video)

Gasflaschen explodieren bei einem Brand in einer Wochenendhaussiedlung in Oberbillig. Das Gebäude wird zerstört. 80 Rettungskräfte waren im Großeinsatz.

Großalarm am späten Sonntagabend in Oberbillig (Kreis Trier-Saarburg). Gegen 22.45 Uhr melden zahlreiche Anrufer der Feuerwehrleitstelle in Trier, dass sie eine Explosion gehört und gespürt haben. Außerdem sei Feuerschein zu sehen. Wo es genau brennt, können sie zunächst jedoch nicht sagen. Sie vermuten, dass der Wald bei Wasserliesch brennt. Die alarmierten Einsatzkräfte sehen den Feuerschein aus großer Entfernung. Schnell erkennen sie, dass es im Wochenendhausgebiet oberhalb von Oberbillig brennt. Ein 25 Quadratmeter großes Wochenendhaus steht komplett in Flammen. Als sie eintreffen, ist es schon eingestürzt. Umgehend beginnen sie mit den Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz. Dabei hat die Sicherheit der Einsatzkräfte zunächst Vorrang.

Denn wie die Polizei später bestätigt, lagern zu diesem Zeitpunkt im Haus mehrere Gasflaschen. Diese seien explodiert und hätten das Haus sofort zum Einsturz gebracht, heißt es. Weil die Wehrleute davon ausgehen, dass weiterhin Explosionsgefahr besteht, bitten sie die Bewohner benachbarter Ferienhäuser, ihre Häuser zu verlassen, bis der Brand unter Kontrolle ist. Auch ein luxemburgisches Ehepaar wird vorsorglich aus einem Nachbarhaus gebracht und vom Rettungsdienst betreut. Später finden die Einsatzkräfte noch eine unbeschädigte Gasflasche in den brennenden Trümmern. Sie bringen sie laut Feuerwehr in Sicherheit und kühlen sie. Nach und nach treffen immer mehr Helfer ein, um den Brand zu löschen.

Ein Problem ist die Wasserversorgung vor Ort. Laut dem Oberbilliger Ortsbürgermeister Andreas Beiling gibt es in dem Wochenendhausgebiet zwar ein privat finanziertes Wassernetz, aber es ist nicht an die öffentlichen Leitungen der Verbandsgemeindewerke Konz angeschlossen. Dementsprechend ist der Druck nicht so hoch, und es gibt auch keinen Hydranten. Deswegen muss die Feuerwehr improvisieren, ein typisches Problem bei Bränden in Ferienhaussiedlungen (siehe Info). Die Konzer Feuerwehr beschreibt auf ihrer Facebook-Seite das Vorgehen: „Der Swimmingpool eines in der Nähe befindlichen Ferienhaus diente vorerst als Puffer, bis die Tanklöschfahrzeuge einen Pendelverkehr in die Ortschaft Oberbillig eingerichtet hatten“, heißt es dort. Um Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen, müssen die Tanklöschfahrzeuge drei Kilometer weit fahren. Nur so bekommen sie genug Wasser an die großräumig ausgeleuchtete Einsatzstelle. Am frühen Montagmorgen gegen 2 Uhr ist der Einsatz für die 80 Helfer beendet. Es entstand nach bisherigen Ermittlungen ein Sachschaden im unteren fünfstelligen Bereich. Laut Armin Görgen von der Saarburger Polizei ist die Brandursache noch nicht klar. Im Gespräch mit dem TV sagt er, dass die Ermittlungen nicht einfach seien, weil das Holzhaus komplett abgebrannt sei. Möglicherweise werde noch ein Gutachter hinzugezogen.

Vom Feuer und Explosionen vollständig zerstört worden ist ein Wochenendhaus in Oberbillig. Bis zu 80 Rttungskräfte waren im Einsatz. Foto: Florian Blaes
Vom Feuer und Explosionen vollständig zerstört worden ist ein Wochenendhaus in Oberbillig. Bis zu 80 Rttungskräfte waren im Einsatz. Foto: Florian Blaes
Vom Feuer und Explosionen vollständig zerstört worden ist ein Wochenendhaus in Oberbillig. Bis zu 80 Rttungskräfte waren im Einsatz. Foto: Florian Blaes
Ferienhaus brennt in Oberbillig komplett nieder

Im Einsatz waren die freiwilligen Feuerwehren aus Konz, Oberbillig, Wasserliesch und Nittel, die Feuerwehreinsatzzentrale Konz, Mitarbeiter der VG-Werke, das DRK, die Berufsfeuerwehr Trier, ein Notarzt sowie die Polizei.

Mehr von Volksfreund