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Sechs Stunden Rettungseinsatz
Heftiger Unfall an der Mosel bei Trier: Kran stürzt auf Schiff (Fotos/Video)

FOTO: TV / Florian Blaes
Trier. An der Mosel ist am Dienstagabend gegen 18 Uhr bei Entladungsarbeiten ein Kran auf ein Schiff gestürzt. Das Schiff drohte abzusinken. Von Florian Blaes

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz ist am Dienstagabend die Berufsfeuerwehr zur Staustufe Trier gerufen worden.

Ein Raupenkran mit einer Kranlänge von etwa 20 Meter war am Dienstagabend gegen 18 Uhr damit beschäftigt, von einem Spezialarbeitsschiff auf der Mosel einen Stahlträger auf die Baustelle an Land zu heben. Hierbei wurde möglicherweise das Gewicht des Trägers unterschätzt. Der Raupenkran stürzte plötzlich in Richtung des Schiffes um.

Kran stürzt auf Moselschiff bei Trier FOTO:

Der Fahrer des Krans und die Baustellenarbeiter auf und um das Schiff blieben unverletzt. Der Kranfahrer konnte sich selbstständig aus dem Führerhaus befreien.

Die Baustellenarbeiter und Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes legten um das Schiff provisorisch Ölschlingen aus. Doch im Verlauf des Unfalls sank das Schiff durch das schwere Gewicht des Krans ab.

Schließlich wurde gegen 20 Uhr die Feuerwehr zur Unterstützung hinzugezogen. Diese rückte unter anderem mit dem Boot „St. Barbara“ an.

Eine Spezialfirma aus Trier folgte mit zwei schweren Kränen. In stundenlanger Arbeit konnte der Kran vom Raupenfahrzeug getrennt und gehoben werden. Nach und nach kam das Schiff wieder auf der Wasseroberfläche zum Vorschein. Kräne hoben das Schiff an. Bei dem Unfall liefen große Mengen an Kraftstoff aus. Die zuvor errichteten Ölsperren verhinderten jedoch ein Ausbreiten auf der Mosel.

Die Baustellenmaschine wurde ebenfalls wieder aufgerichtet. Mehr als sechs Stunden dauerten die Rettungsarbeiten. Erst nach Mitternacht waren die Arbeiten abgeschlossen.

Die Baustellenarbeit wurde vorerst eingestellt. Die Gewerbeaufsicht machte sich ebenfalls ein Bild von der Lage vor Ort. Der Schiffsverkehr in der Schleuse und auf der Mosel war durch den Baustellenunfall nicht beeinträchtigt.

Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, stand am Abend noch nicht fest.

Im Einsatz waren Teileinheiten der Berufsfeuerwehr Wache I und II, sowie der A-Dienst der Berufsfeuerwehr. Weiterhin die Wasserschutzpolizei Trier, das Wasser- und Schifffahrtsamt, die Gewerbeaufsicht Trier und ein Spezialbergungsunternehmen.