Flaschenwürfe und Angriff auf Polizeibeamte 20 Verletzte nach Fanrandale beim Hochrisikospiel FCS gegen Preußen Münster

Update · Die Polizei hat am Samstagabend Bilanz zu der als Hochrisikospiel eingestuften Drittligapartie 1. FC Saarbrücken gegen Preußen Münster gezogen. Wie es zu 20 Verletzten und Angriffen auf Polizisten kam.

 Polizisten sichern ein Stadion vor einem Fußball-Spiel (Symbolfoto).

Polizisten sichern ein Stadion vor einem Fußball-Spiel (Symbolfoto).

Foto: dpa/Maik Hölter

Im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken ist es am Samstag, 2. Dezember, um 14.00 Uhr, zum Drittliga-Duell zwischen dem 1. FC Saarbrücken gegen den SC Preußen Münster gekommen. „Am späten Vormittag kam es durch das als Hochrisikospiel eingestufte Fußballspiel zu einem erhöhten Reisendenaufkommen am Hauptbahnhof in Saarbrücken“, teilte die Bundespolizeiinspektion Saarbrücken am Abend mit.

FCS gegen Preußen Münster: Polizeihubschrauber im Einsatz

„Um den Fußballfans und den weiteren Bahnreisenden eine störungsfreie An- und Abreise zu ermöglichen, überwachte die verstärkte Bundespolizeiinspektion Saarbrücken den Bahnverkehr von und nach Saarbrücken“, hieß es. Im Einsatz war unter anderem auch ein Polizeihubschrauber.

Unter den 700 Anhänger des SC Preußen Münster waren laut Polizeiangaben auch etwa 220 Personen der Risikoszene ins Saarland gekommen. Aus dem Umfeld des 1. FC Saarbrücken reisten rund 1800 Fans mit Zügen zu dem Fußballspiel an. „Während des Fanmarschs der bahnreisenden Gästefans aus Münster vom Hauptbahnhof Saarbrücken zum Stadion kam es zum Zünden von Pyrotechnik und Beleidigung zum Nachteil einer weiblichen Einsatzkraft auf sexueller Grundlage“, erklärte das Landespolizeipräsidium Saarland.

Angriff mehrerer Gästefans auf eingesetzte Polizeikräfte

Bei Ankunft der Münsteraner Fans nach Spielende am Bahnhof haben Einsatzkräfte im Bereich des Bahnhofsvorplatzes den Tatverdächtigen der Beleidigung erneut gesehen. „Er sollte noch vor Abreise mit dem Sonderzug nach Münster einer Identitätsfeststellung unterzogen werden“, hieß es.

Dabei sei es zu einem Angriff mehrerer Gästefans auf die eingesetzten Polizeikräfte gekommen, unter anderem durch Schläge und das Werfen von Gegenständen.

Die Angriffe der Täter wurden laut Polizei unter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray abgewehrt. „Durch den Einsatz des Pfeffersprays wurden etwa 20 Personen der Münsteraner Fanszene sowie ein Polizeibeamter leicht verletzt“, so das Landespolizeipräsidium Saarland. Die Personen seien im Nachgang medizinisch versorgt worden. Die Gästefans konnten im Anschluss gegen 17.30 Uhr ihre Heimreise im Sonderzug nach Münster antreten. Ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruch wird eingeleitet.

Darüber hinaus registrierte die Polizei während der gesamten Veranstaltung zwei weitere Beleidigungen und stellte zusätzlich den illegalen Besitz von Betäubungsmittel fest.

Flaschenwürfe und Zünden von Pyrotechnik bei Abreise der Fans

In der Abreisephase sei es bei der Ausfahrt des Sonderzuges auch zu Störungen in Form von Flaschenwürfen und Zünden von Pyrotechnik gekommen. Dabei wurde ein Bundespolizeivollzugsbeamter verletzt. Der Beamte sei aber weiter dienstfähig gewesen. „Das angestrebte Einsatzziel wurde erfolgreich umgesetzt“, teilte die Bundespolizeiinspektion Saarbrücken weiter mit. Auch Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei unterstützten den Einsatz.

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