1. Blaulicht

Höhenretter bergen Wanderer bei Kastel-Staadt nach Schwächeanfall

Gesundheit : Nach Schwächeanfall am Altfels: Höhenretter bergen Wanderer bei Kastel-Staadt

Ein medizinischer Notfall hat am Samstagvormittag einen größeren Einsatz von Rettungskräften am Altfels in Kastel-Staadt ausgelöst. Was war dort passiert?

Der 416 Meter hohe Altfels oberhalb der Saar ist eine Attraktion mehrerer Wanderwege rund um Kastel-Staadt, Freudenburg und Taben-Rodt. Am Samstagmorgen wollte ihn ein 55-jähriger Wanderer aus dem Saarland erkunden, alleine und ohne Begleitung. Hierzu kletterte er die steile Felswand hinauf bis zum Felsplateau. Dort angekommen erlitt der Wanderer nach Angaben der Polizei einen Schwächeanfall.

Der Mann rief seinen Bruder an, der anschließend die Rettungskräfte alarmierte. Speziell ausgebildete Höhenrettungskräfte der Berufsfeuerwehr Trier und der freiwilligen Feuerwehr Saarburg-Beurig rückten an und konnten den Wanderer schließlich am Fels herunterlassen. Gegenüber volksfreund.de erklärt Feuerwehr-Einsatzmitglied Michael Weber von der Höhenrettung, dass nach der Erstversorgung des Mannes auf dem Plateau eine „relativ schwierige Rettungsmaßnahme“ begonnen habe, weil auf dem Fels selber für die Einsatzkräfte keine Festpunkte zu finden gewesen seien. Die Retter bauten sich eigene Konstruktionen. Damit konnte dann die Bahre mit dem Wanderer, gesichert durch ein Einsatzmitglied, herabgelassen werden.

Die Rettungsaktion dauerte nach Angaben der Polizei rund eineinhalb Stunden. Ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber aus Hessen konnte den Einsatz abbrechen. Er hätte mit einer Winde den Wanderer direkt vom Fels bergen können, sagt Weber. Die Höhenretter entschieden sich aber angesichts der Anflugdauer dazu, den Mann selbst abzuseilen.

Der Verunglückte war während der Rettungsmaßnahmen ansprechbar, aber nicht mehr mobil. Zur weiteren medizinischen Überprüfung wurde der 55-Jährige nach der Bergung in ein Trierer Krankenhaus gebracht.

Höhenrettung am Altfels in Kastel-Staadt

Im Einsatz befanden sich insgesamt 35 Rettungskräfte der Feuerwehren. Diese kamen aus Freudenburg und Kastel-Staadt, der Höhenrettung der Feuerwehr Verbandsgemeinde Saarburg-Kell sowie der Berufsfeuerwehr aus Trier. Weiterhin im Einsatz war ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Saarburg, ein Rettungswagen des DRK-Ortsvereins Saarburg, der Rettungshubschrauber Air Rescue 3 aus Luxemburg, eine Streife der Polizeiinspektion Saarburg sowie die Führungsstaffel und der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell.