Zahlreiche Beamte im Einsatz Waffen, Drogen, Goldbarren, illegale Einreise – Hubschrauberfahndung im Grenzgebiet

Trier · Die Bundespolizei hat Hunderte Fahrzeuge im Grenzgebiet zu Belgien, Luxemburg und Frankreich kontrolliert – und dabei einige Leute erwischt, die gegen das Gesetz verstoßen haben.

 Ein Polizeihubschrauber im Einsatz (Symbolbild).

Ein Polizeihubschrauber im Einsatz (Symbolbild).

Foto: dpa/Robert Michael

Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 20. Juli, zwischen 10 und 18 Uhr mit mehreren Hubschraubern in Rheinland-Pfalz und im Saarland gefahndet. Der Fokus lag dabei auf dem Grenzübergang Saarbrücken „Goldene Bremm“ und weiteren, benachbarten Grenzübergängen. Der Grenzverkehr an den vielbefahrenen Routen im Grenzgebiet zu Frankreich, Belgien und Luxemburg wurde mit stationären Kontrollen überwacht.

Hubschrauberfahndung in Rheinland-Pfalz und Saarbrücken: Die Ergebnisse

Die Bilanz des Einsatzes: Insgesamt kontrollierte die Bundespolizei 674 Personen sowie 337 Fahrzeuge, darunter fünf Busse. Hierbei stellten die Einsatzkräfte zehn Fahndungstreffer fest. Insgesamt wurden zehn Personen erwischt, die unerlaubt eingereist sind.

Besonders zu erwähnen ist, dass ein Mann kontrolliert wurde, der 100.000 Euro in bar sowie mehrere kleine Goldbarren in seinem Fahrzeug mit sich führte. Der Zoll wurde informiert und wird die Rechtmäßigkeit der Einfuhr überprüfen. Bis dahin werden das Geld und die Goldbarren durch den Zoll sichergestellt.

Ferner stellten die Beamten drei Urkundenfälschungen, einen Verstoß gegen das Waffengesetz und zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Ins Netz der Fahndungskräfte geraten sind ebenfalls vier Personen, die ohne die entsprechende Fahrerlaubnis unterwegs waren.

Ziel solcher Kontrollen im deutschen Grenzgebiet ist es, die irreguläre Migration sowie die grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen.

Was ist die Hubschrauberfahndung?

Die Hubschrauberfahndung ist eine planmäßig vorbereitete, gezielte, mit Einsatzschwerpunkten durchgeführte Suche nach Personen oder Sachen, auch unter Verwendung von Polizeihubschraubern als Einsatzmittel. Mit dieser Art der Fahndung können viele Routen und Strecken in einem großen Einsatzraum flexibel abgedeckt werden.

Zum Einsatz kamen ein großer Transporthubschrauber vom Modell Super Puma sowie ein leichter Transporthubschrauber vom Modell EC 155, welche die Einsatzkräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit schnell und dynamisch zwischen den Kontrollstellen transportierten. Außerdem waren Beamte der Bundespolizeiinspektionen Kaiserslautern, Saarbrücken und Trier im Einsatz. Zwei französische Urkundenfachkräfte der Police Aux Frontières sowie Einsatzkräfte der deutsch-französischen Einsatzeinheit der Bundespolizeiabteilung Bad Bergzabern unterstützten ebenfalls.

Die Informationen stammen aus einer Pressemitteilung der Bundespolizei.