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Konz: Amok-Drohungen an Schulen teils aufgeklärt - Polizei weiter vor Ort

Polizei : Amok-Drohungen an Konzer Schulen teilweise aufgeklärt - Polizei weiter vor Ort

Die Hintergründe von zwei Amok-Androhungen an Konzer Schulen sind zumindest teilweise geklärt. Die Ermittlungen laufen aber noch. Die Polizei ist weiter vor Ort präsent.

Wie die Polizei mitteilte, wurden nach den zwei Amok-Androhungen an Konzer Schulen am Donnerstag und Freitag vergangener Woche  (wir berichteten) Ermittlungen aufgenommen. Die mutmaßliche Verursacherin der Schriftzüge am Gymnasium steht mittlerweile fest. Auf Nachfrage von volksfreund.de erklärt Polizeisprecher Uwe Konz, dass es sich um eine Schülerin handele. Informationen zum Alter oder Wohnort gibt er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Die aktuellen Ermittlungen an beiden Schulen dauern an. Die Polizei befindet sich weiterhin vor Ort.

Schülerinnen hatten am vergangenen Donnerstag  in einer Toilette am Konzer Gymnasium „Amok“-Schriftzüge vorgefunden. Am Freitag wurden solche Schriftzüge in einer Toilette der Realschule plus festgestellt. Beide Schulleitungen nahmen umgehend Kontakt mit der Polizei auf und stehen seitdem in einem engen Austausch.

Die Schriftzüge sorgten vor allem deshalb für zusätzliche Unruhe, weil bereits am Morgen gegen 7.40 Uhr ein 16-Jähriger einen 23-Jährigen an einer Bushaltestelle vor der Realschule plus lebensgefährlich mit einem Messer verletzt hatte. Auch in diesem Fall macht die Polizei keine weiteren Angaben, um die Persönlichkeit des minderjährigen Beschuldigten zu schützen. Laut TV-Informationen aus Kreisen der Schule ging es bei dem Streit, der der Messerattacke vorausging, um ein Mädchen.

Wegen der Amokdrohungen habe die Polizei sofort die Ermittlungen auf und leitete Strafverfahren wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein. Die Ermittlungen liefen zunächst gegen unbekannte Täter.

Aufgrund der ermittelten Informationen zu den Androhungen zeichnete sich für die Polizei schnell ab, dass es sich nicht um eine ernstgemeinte oder ernstzunehmende Drohung handeln dürfte, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Dennoch leiteten das Gemeinsame Sachgebiet Jugend sowie die Polizeiwache Konz intensive Fahndungsmaßnahmen ein. Gemeinsam mit den Schulleitungen wurde die Elternschaft beider Schulen informiert.

Aufgrund des Fahndungsdrucks und der mittlerweile  persönlichen Belastung durch die Gesamtsituation, meldete sich die mutmaßliche Verursacherin der Schriftzüge am Gymnasium am Montag bei der Schulleitung. Gründe für ihr Verhalten konnte sie nach Polizeiangaben selbst nicht nennen.

Die aktuellen Ermittlungen an beiden Schulen dauern weiterhin an. Uniformierte und zivile Einsatzkräfte der Polizei sind vor Ort. Es kam bisher, wie von der Polizei erwartet, zu keinerlei Zwischenfällen an den Schulen.

Hinweise nimmt das Gemeinsame Sachgebiet Jugend entgegen - Telefon: 0651/201575-39 oder pdtrier.sgjugend@polizei.rlp.de.