LKW bleibt in Baustelle liegen: Autofahrer stecken in Hitze auf A 1 bei Mehring fest

Rettungskräfte versorgen Autofahrer : LKW bleibt in Baustelle liegen – Autofahrer stecken in Hitze auf A 1 bei Mehring fest

Wegen eines defekten LKWs hat sich der Verkehr am Mittag auf der A1 über Kilometer gestaut. Aufgrund der Hitze mussten die Rettungskräfte Autofahrer versorgen, die in ihren stark erhitzten Autos über Unwohlsein klagten. Eine Person musste vom Notarzt behandelt werden.

Am Mittwochvormittag war ein rumänischer LKW- Fahrer auf der BAB 1 vom Moseltal kommend in Richtung Hermeskeil unterwegs, als er zwischen der der Anschlussstelle Mehring und dem Rastplatz Hochwald West einen Motorschaden bekam.

Auf dem Streckenabschnitt ist derzeit eine mehrere Kilometerlange Baustelle und die Autobahn verläuft dort einspurig. Das hatte zufolge, dass kein Fahrzeug mehr an dem Sattelschlepper vorbeikam und es sich nach und nach staute. Bis zur Mittagszeit kam es daher zu einem mehr als fünf Kilometer langen Rückstau.

Nach etwa 1,5 Stunden, als fest stand dass es noch längere Zeit dauern wird, bis der 40-Tonner abgeschleppt werden kann, wurde der LBM beauftragt den Verkehr ab der Anschlusstelle Mehring umzuleiten. Die Autobahn wurde voll gesperrt. Auf der Umleitungstrecke, der L 148 über Bescheid/Beuren kam es ebenfalls zu großen Rückstaus im abfließenden Verkehr.

Nach und nach gingen bei der Leitstelle in Trier Notrufe ein, dass Menschen im Stau Probleme mit dem Kreislauf bekamen. So setze sich die Rettungskette in Bewegung. „Um kurz vor 13 Uhr wurden wir zu einem Hilfeleistungseinsatz auf die Autobahn alarmiert worden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst wurde angefordert zur Versorgung möglicher Patienten im Stau“, erklärt der Einsatzleiter Alexander Loskill.

Und so rollten nach und nach zahlreiche Rettungs- und Krankenwagen in den Stau nahm die Arbeit auf. „Wir sind fußläufig von Fahrzeug zu Fahrzeug gegangen und haben nach dem Wohlbefinden der Menschen gefragt und kalte Getränke verteilt“ so der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes Markus Rummel.

Es klagten in der Tat zahlreiche wartende Verkehrsteilnehmer über Unwohlsein, konnten jedoch vor Ort ambulant versorgt werden. Eine Patientin musste von Notarzt versorgt werden. „Alles in allem, sind die Verkehrsteilnehmer im Stau in ihren klimatisierten Fahrzeugen gut mit der Situation umgegangen, es gab keine größeren Verletzten“, resümiert Markus Rummel.

Foto: Agentur Siko

Mit Hilfe der Feuerwehr wurden einzelne Fahrzeuge aus dem Stau unter Blaulicht heraus gelost, da sie zum Beispiel mit schweren Krankheiten in eine Klinik unterwegs waren. „Ein LKW-Fahrer mit Pallets war um die Ladung besorgt, dass sie nicht zu heiß wird, er wurde ebenfalls von der Autobahn genommen“, so Loskill.

Nach mehr als drei Stunden konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden, der LKW konnte abgeschleppt werden.

Foto: Florian Blaes
Foto: Agentur Siko
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Im Einsatz waren mehr als 70 Kräfte der FEZ, Wehrleitung und Feuerwehr Schweich, der Wehrleiter VG Hermeskeil, der KFI, die Einsatzleitwagen des Landkreises Trier- Saarburg. Zudem das DRK Schweich und Ehrang mit Notarzt, die SEG Versorgung des Landkreises, die Führungsunterstützung des Rettungsdienstes, der Organisatorische Leiter (OrgL) und Leitende Notarzt (LNA) sowie die Autobahnpolizei Schweich

(red)