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Mäusheckerhalle öffnet bald wieder

Mäusheckerhalle öffnet bald wieder

Die seit September wegen Baumängeln geschlossene Sporthalle Mäusheckerweg soll Anfang 2015 wieder öffnen. Aber auch dann reichen die Hallenkapazitäten nicht für einen Sportunterricht in vollem Umfang aus.

Trier. Triers Sportdezernentin Angelika Birk erklärt Dinge gern ausführlich. Warum dieses oder jenes Konzept noch nicht vorliegt. Woran es an der Zusammenarbeit mit den Kollegen oder Fördergeldgebern hakt.Kapazität reicht nicht aus


In der jüngsten Stadtratssitzung fiel ihre Antwort auf eine Anfrage der Linken zum Trierer Schulsport dagegen ernüchternd kurz aus: "Die Kapazität der städtischen Sporthallen kann den schulischen Bedarf an Sportstunden nur eingeschränkt abdecken." Nicht nur der Bedarf der berufsbildenden Schulen könne nicht vollständig erfüllt werden, sondern auch der des Humboldt-Gymnasiums. Das Ausweichen auf nichtschulische Hallen verursacht der Stadt erhebliche Zusatzkosten (siehe Extra).
Eine gute Nachricht hatte die Dezernentin allerdings auch parat: Die seit September gesperrte Sporthalle am Schulzentrum Mäusheckerweg in Trier-Ehrang soll "zu Beginn des Jahres 2015" wieder von Schulen und Vereinen genutzt werden können. Die Sanierungsarbeiten zumindest zur "vorläufigen Wiederinbetriebnahme" würden Ende des Jahres abgeschlossen. Die ansässigen Schulen - das Friedrich-Spee-Gymnasium und die Realschule plus Ehrang - waren während der Schließung auf andere Hallen und Sportplätze im Freien ausgewichen. "Ich bin allen Betroffenen sehr dankbar, dass das so gut geklappt hat", betonte Birk in der Ratssitzung.

Doch auch wenn die Mäusheckerhalle wieder genutzt werden kann - auch vom Bundesligaverein Dolphins Trier für ihre Rollstuhl-Basketballspiele: Den Engpass behebt das nicht. Die Stadt prüft daher, zwei stillgelegte Hallen wieder in Betrieb zu nehmen: Für die marode Sporthalle in der Straße Am Grüneberg in Trier-Kürenz gibt es bereits ein Sanierungsgutachten. Um die Halle so herzurichten, dass sie wieder genutzt werden kann, seien allerdings noch "Grundsatz- und Finanzierungsfragen" zu klären, sagte Birk. Bei einer Sporthalle auf dem Gelände der General-von-Seidel-Kaserne in Euren könnte es schneller gehen: Dort seien nur "geringe bauliche Maßnahmen erforderlich". Die Stadt müsse allerdings noch mit dem Bund über die Anmietung der Halle verhandeln.Extra

Für die Schulsportnutzung (rund 40 Schulstunden pro Woche) der Toni-Chorus-Halle, die dem Post Sport Verein Trier gehört, zahlt die Stadt jährlich an den Verein rund 18.000 Euro. An die Betreibergesellschaft der Großraumhalle Arena Trier zahlt die Stadt jährlich rund 148.000 Euro für die Schulsportnutzung (montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr). Um Schüler mit Bussen zu den nichtschulischen Hallen zu transportieren, hat die Stadt im Jahr 2013 insgesamt 56.383 Euro ausgegeben, im laufenden Jahr 2014 belaufen sich diese Transportkosten bisher auf rund 45.600. woc