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Massive Messerattacke nach Ruhestörung in Trier

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Nach Ruhestörung in Trier: 31-Jähriger verletzt Nachbarn mit Brotmesser

FOTO: dpa / Silas Stein

Trier Ein offenbar psychisch gestörter 31-Jähriger hat in Trier-Ost in einem Mehrfamilienhaus mit einem Brotmesser auf einen 64-jährigen Nachbarn eingestochen. Auslöser der Attacke war eine Beschwerde wegen Ruhestörung. Bei der Festnahme des 31-jährigen Angreifers wurde zudem ein Polizist verletzt.

Wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte, kam es bereits am späten Dienstagabend zu dem Vorfall. Beamte der Polizeiinspektion Trier seien zu einer ursprünglich gemeldeten Ruhestörung in einem Mehrfamilienhaus im Trierer Osten ausgerückt. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte der in seiner Ruhe gestörte Anwohner im gemeinsamen Hausflur seinen Nachbarn zur Ruhe ermahnen wollen, als dieser sich unvermittelt mit einem größeren Brotmesser bewaffnete und damit sofort auf sein Gegenüber einstach. Mit schwersten Schnittverletzungen im Gesicht konnte sich der 64-jährige Mann in seine Wohnung retten. Dann habe der 31-jährige Angreifer noch gewaltsam versucht, in die Wohnung des 64-Jährigen zu gelangen.

Als Polizeistreifen eintrafen, habe sich der Aggressor zwar zunächst widerstandslos festnehmen lassen, sich jedoch dann massiv gegen seine Festnahme gewehrt, indem er nach den Beamten spuckte und trat. Ein Beamter wurde durch einen Fußtritt am Kopf getroffen und erlitt Gehirnerschütterung - er ist nun dienstunfähig.

Die bisherigen Ermittlungen hätten, so die Polizei, Hinweise dafür ergeben, dass der 31-Jährige wegen einer psychischen Störung im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte. Der Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier dem Ermittlungsrichter des Amtsgericht Trier vorgeführt, der die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus anordnete.