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Mega-Überschwemmung am Trierer Weidengraben: 350.000 Euro Schaden

Blaulicht : Mega-Überschwemmung am Trierer Weidengraben: 350.000 Euro Schaden (Fotos/Video)

Großeinsatz in Trier: Anwohner haben die Feuerwehr alarmiert, weil aus den Kellerräumen einer Apotheke und einer Arztpraxis Wasser strömte. Drei Meter bis unter die Decke reichte die Überschwemmung.

Die Kellerräume einer Apotheke und einer Arztpraxis am Weidengraben sind am ersten Weihnachtsfeiertag überschwemmt worden – das Wasser in den Räumen stand drei Meter hoch, bis unter die Decke.

Um 10.38 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zu dem Gebäude gerufen. Besorgte Anwohner hatten der Leitstelle gemeldet, dass aus den Kellerräumen große Mengen Wasser nach außen strömen. Fensterscheiben seien bereits gebrochen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten an der Einsatzstelle einen enormen Wasseraustritt fest und forderten umgehend weitere Hilfe an. Es wurden drei Rüstzüge alarmiert, wodurch der Einsatz zu einem Großeinsatz wurde.

Eine erste Begutachtung durch den Einsatzleiter ergab, dass die kompletten Kellerräume des gesamten Gebäudes bis unter die Decke, mehr als drei Meter hoch, unter Wasser standen. Umgehend kamen zahlreiche Pumpen zum Einsatz.

Zwischenzeitlich wurden die Stadtwerke Trier über den Zwischenfall informiert und um Unterstützung gebeten. In dem betroffenen Gebäude und in den umliegenden Mehrfamilienhäusern wurde vorsorglich der Strom abgeschaltet. Fachkräfte der Feuerwehr nahmen Proben des Wassers, um sicherzustellen, dass keine Gefahrstoffe ausgetreten waren. Zunächst konnte die Ursache nicht festgestellt werden, da der Wasserspiegel zu hoch war.

Unter den Betroffenen ist auch Viola Carota, Mitarbeiterin der Sonnenapotheke. „Wir wurden von der Arzthelferin der Arztpraxis über die Überflutung in Kenntnis gesetzt und stehen unter Schock. Im Keller stand das Wasser mehrere Meter hoch bis unter die Decke. Unsere ganzen Lagerkapazitäten der Apotheke sind wohl zerstört.“

Mega-Überschwemmung am Trierer Weidengraben

Weiterhin wurde deutlich, dass der Tresor mit Medikamenten im tiefen Wasser steht. „Ob wir nach den Feiertagen wieder unsere Arbeit aufnehmen können, ist derzeit völlig unklar,“ erklärt Viola Carota.

Auch die Praxis von Doktor Michael Langenbach ist betroffen. „Wir haben zwar unsere Praxis im Obergeschoss, aber im Keller lagern unsere Patientenunterlagen auf Papier, und die Elektronik ist dort untergebracht. Wir hoffen, dass die Rechner mit allen Unterlagen nichts abbekommen haben.“ Er versuchte, die Kräfte von Feuerwehr und das SWT zu unterstützen. „Die Arbeit geht hier sehr routiniert voran, ich bin richtig froh über die grandiose Hilfe aller Einsatzkräfte, auch an Weihnachten.“ Die Praxis öffnet erst im neuen Jahr wieder, bis dahin sollten alle Schäden begutachtet sein.

Einsatzleiter Thomas Reinholz beziffert am Mittag, während die Pumpen noch in vollem Gange sind, die Höhe des Schadens. „Mit Absprache unter allen Verantwortlichen vor Ort gehen wir derzeit von einem Mindestschaden von mehr als 350 000 Euro aus.“ Die Polizei konnte diese Summe bis Mittwochnachmittag nicht präzisieren und nicht bestätigen.

Die genauen Begutachtungen können erst erfolgen, wenn das gesamte Wasser abgepumpt ist. „Unsere Arbeit wird wohl noch mehrere Stunden andauern, anschließend beginnt die Ursachenforschung des SWT“, so Reinholz.

Ein Bagger rollte am Mittag an. Damit sollte ein Arbeiter den Bereich um das Gebäude aufschachten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Wege und Parkplätze nicht unterirdisch unterspült wurden. Weiterhin sollte die Quelle des Wasserausrittes gefunden werden. Nach ersten Informationen der Spezialisten kam es wohl zu einem technischen Defekt an der Zuleitung zum Gebäude.

Schon vor Beginn des Einsatzes muss das Wasser über mehrere Stunden in die Kellerräume gelaufen sein. Über die Ursache des Unglücks konnte die Polizei bis Mittwochnachmittag nichts sagen. Der Einsatz dauerte über mehr als 4,5 Stunden bis gegen 15 Uhr an. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr der Wache I und II, der Löschzug Kürenz, der A-Dienst der Berufsfeuerwehr, die Polizei und Mitarbeiter der SWT Trier.