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POLIZEI: Messerattacke in Ulmen: Anklage  auf Mord

POLIZEI : Messerattacke in Ulmen: Anklage  auf Mord

(red) Es war eine Tat, die die Menschen erschüttert hat: Der aus Eritrea stammende 20-jährige Flüchtling Mehari, der in Zell gelebt hat, wurde im Oktober vergangenen Jahres in einer Ulmener Wohnung mit einem Messer attackiert und erlag kurze Zeit seinen Verletzungen.

Der mutmaßliche Täter: ein 21-jähriger Mann, ebenfalls eritreischer Staatsangehöriger, vor ein paar Jahren nach Deutschland gekommen, nach Auffassung von Bekannten und Flüchtlingshelfern ruhig und intelligent.

Gegen ihn hat die Staatsanwaltschaft nun vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Koblenz Anklage wegen des Verdachts des Mordes erhoben.

Der 21-jährige Angeschuldigte befindet sich seit dem 18. Oktober in Untersuchungshaft. Ihm wird zur Last gelegt, am Abend des 17. Oktober in einer Wohnung in Ulmen das Opfer heimtückisch mit einem Küchenmesser attackiert zu haben. Neun Tage lang kämpfte Mehari um sein Leben, bevor er am 26. Oktober an der Stichwunde im Kopfbereich verstarb.

Bislang hat der Afrikaner diese Tat allerdings in Abrede gestellt: Vor dem Untersuchungsrichter beteuerte er noch im Oktober, die Tat nicht begangen zu haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen hat der Eritreer mittlerweile den Tatvorwurf teilweise eingeräumt, teilt die Staatsanwaltschaft Koblenz in einer Pressemitteilung mit.

Über die genauen Hintergründe der Tat, etwa ein mögliches Motiv, ist bislang nichts bekannt. Das Landgericht in Koblenz hat die Anklage der Staatsanwaltschaft nun zu prüfen, bevor es zu einem Verfahren kommt.