Nach tragischem Todesfall auf Luxemburger Weihnachtsmarkt - Besucher und Gewerbetreibende äußern sich

Kostenpflichtiger Inhalt: Zweijähriges Kind stirbt : Polizei sucht nach tragischem Todesfall auf Luxemburger Weihnachtsmarkt Zeugen

Am Tag nach dem tödlichen Unfall ist nichts wie zuvor auf dem Weihnachtsmarkt am Knuedler in Luxemburg. Die Trauer um das zweijährige Kind, das dort sein Leben verlor, als eine Eisskulptur umstürzte, ist überall spürbar. Das sagen Besucher und Gewerbetreibende vor Ort.

Nahezu nichts deutet am Montagmorgen nach dem ersten Wochenende des Luxemburger Weihnachtsmarktes am Knuedler darauf hin, das sich dort vor wenigen Stunden eine Tragödie ereignet hat. Touristen gehen spazieren, machen Bilder vor der Eisbahn.

Nach Polizeiangaben wurde am Sonntagabend gegen 20 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt mitten in der Stadt ein zweijähriges Kind schwer verletzt, als laut Polizei eine Eisskulptur zusammenbrach und das Kind traf. Das Kind starb noch im Krankenwagen.

Obwohl die Rettungskräfte sehr schnell vor Ort waren und erste Hilfe leisteten, starb das Kind noch im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittler haben den Eisblock inzwischen beschlagnahmt. «Eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung ist eingeleitet», so der Justizsprecher weiter. Eine Autopsie wurde angeordnet.

Wir haben nichts gesehen, nur gehört, dass was passiert war“, sagt ein Verkäufer, der in einer der Buden arbeitet. Ein Kellner aus der Osteria gegenüber war am Abend vor Ort. Er erinnert sich, dass „der Weihnachtsmarkt voller Menschen war“, als die Eisskulptur plötzlich zusammenbrach.

Während die Skulpturen geschnitzt wurden, habe es noch ein Absperrband und eine Sicherheitszone gegeben. Danach aber nicht mehr.

„Es war doch viel zu warm für Skulpturen aus Eis“

Mit einer Zeremonie gedachten um 15 Uhr Schausteller der Weihnachtsmärkte des Opfers an der Unfallstelle.

Wegen des tragischen Unfalls blieben die Weihnachtsmärkte in Luxemburg am Montag geschlossen.

Am Montag äußerte auch Premierminister Xavier Bettel seine Bestürzung und schrieb auf Twitter, er sei schockiert.

Bewohnerin Annie stellt am Montagmorgen gegen 10.30 Uhr Kerzen an der Unfallstelle auf. „Es ist schrecklich, ich denke die ganze Zeit an dieses kleine Kind“, sagt die 64-Jährige. Sie lebt in Rollingergrund, nicht weit entfernt von der Unfallstelle. „Ich verstehe nicht, warum diese Skulpturen nicht besser gesichert waren. Es war doch viel zu warm für Skulpturen aus Eis, vor allem mit den vielen Lichtern drumherum“, sagt sie.

Die Polizei war am Sonntagabend schnell vor Ort. „Innerhalb von fünf Minuten evakuierten die Beamten den Platz und riegelten ihn ab. Wir haben die Angehörigen des Kindes gesehen“, sagt ein anderer Gastwirt betroffen. Der Weihnachtsmarkt werde in diesem Jahr ein anderer sein.

Quelle: L'essentiel

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