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Polizei löst in Bitburg Veranstaltungen auf und appelliert an Einsicht der Bürger

Corona-Krise : Polizei löst in Bitburg Veranstaltungen auf - Appell an Einsicht der Bürger während der Pandemie

Mehrere Verstöße innerhalb einer Stunde! Die Polizei hat in Bitburg mehrere Zusammenkünfte in Wohnungen aufgelöst. Wegen des verhängten Kontaktverbots während der Coronakrise erwartet die Verursacher ein Strafverfahren.

(red) Die Bitburger Polizei geht nunmehr verstärkt dazu über, nach zunächst umfangreicher, wie sie mitteilt, „sehr dialogorientierter Aufklärungsarbeit, insbesondere bei Wiederholungstätern sowie beratungsresistenten Personen, Verstöße gegen das wegen der Corona-Pandemie erlassene Kontaktverbot entschlossen zu unterbinden, um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern und die Bevölkerung zu schützen.“

Innerhalb von nur einer Stunde hätten am Dienstag mehrere Verstöße im Stadtgebiet von Bitburg geahndet und Veranstaltungen sowie Ansammlungen aufgelöst werden müssen, so die Polizei.

Gegen 23 Uhr sei lautstarke Musik aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Bitburg gemeldet worden. Vor Ort habe die Polizei in der laut beschallten Wohnung acht Personen angetroffen, die in den Geburtstag eines Gastes hätten hineinfeiern wollen. Der Wohnungsinhaber habe sich unkooperativ und uneinsichtig gezeigt. Die Veranstaltung sei aufgelöst worden. Lediglich die beiden dort gemeldeten Personen seien in der Wohnung geblieben. Sie würden als Veranstalter dieser zur Zeit verbotenen Feier geführt und es werde ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet. Gegenüber den übrigen Gästen sei ein Platzverweis ausgesprochen worden, dem diese nach entsprechender Belehrung Folge geleistet hätten.

Gegen 23.20 Uhr sei abermals lautstarke Musik aus einer Wohnung in einem weiteren Mehrfamilienhaus in Bitburg gemeldet worden. Vor Ort habe die Polizei auf einem Balkon mehrere Personen festgestellt. Beim Erreichen der Wohnung hätten sich dort aber nur noch der Wohnungsinhaber und eine weitere Person befunden. Auch wenn die Gesamtumstände in der Wohnung für die Anwesenheit einer größeren Anzahl an Personen gesprochen hätten, hätten die Beamten keine weiteren Gäste mehr ermitteln können. Der Wohnungsinhaber sei ausführlich über die aktuell geltenden Regelungen sowie deren Sinn und Zweck aufgeklärt worden. Er habe sich einsichtig gezeigt.

Gegen 23.45 Uhr hätten die Beamten in der Mötscher Straße eine dreiköpfige Personengruppe festgestellt. Im Rahmen der Kontrolle seien bei zwei Personen verbotene Messer sowie bei einer Person eine geringe Menge an Betäubungsmitteln gefunden und sichergestellt worden. Es würden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die in dieser Konstellation verbotene Ansammlung sei aufgelöst und gegenüber allen Personen ein Platzverweis ausgesprochen worden. Hierzu werde ein gesondertes Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Der Leiter der Polizeiinspektion Bitburg, Polizeioberrat Christian Hamm, appelliert an die bislang noch zu sorglosen oder uneinsichtigen Personen: „Verstöße gegen die zum Schutz unserer Familien und Mitmenschen erlassenen Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten, konterkarieren das vorbildliche und sehr verantwortungsvolle Verhalten der überwältigenden Mehrheit. Die Bitburger Polizei wird ihre Rolle, den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten, auch gerade in diesen schwierigen Zeit weiterhin sehr konsequent wahrnehmen."