1. Blaulicht

Polizei Prüm macht sich einen Reim auf die tollen Tage

Blaulicht : Karneval? Für die Polizei Prüm war’s ein Gedicht

Für die Beamten der Polizeiinspektion Prüm ist die närrische Session insgesamt so gut gelaufen, dass sie sich in ihrer finalen Pressemitteilung einen Reim aufs Geschehen machen.

Da zitieren wir doch gleich mal - und gern, denn die Prümer Beamten reimen nicht nur vor sich hin, sondern wissen sogar das Versmaß einzuhalten:

„Wenn Karneval im Lande weilt
und Narrenkappen weit verteilt,
und wenn ein jeder, Frau und Mann,
mal wieder richtig Narr sein kann,
dann heißt es: Feiere und sei frei.
Denn allzu bald ist es vorbei.“

Da haben sie recht, die Polizisten – und schon ist wieder Aschermittwoch.

Allerdings, so schreiben sie weiter in ihrer abschließenden Pressemitteilung zum jecken Geschehen der vergangenen Tage und Wochen, sei auch festzustellen: „Im Karneval kann so einiges schieflaufen.“ Beispiel, bereits bekannt: der Umzug in Schönecken am Samstag, 15. Februar.

Da habe zwar vorher alles gepasst, bis hin zum Wetter, danach aber folgte die prosaische Erkenntnis, „kurz und krass“, dass „alkoholfreier Karneval so wenig denkbar ist wie ein veganes Steakhaus. Im Verlauf des Abends wurden der Polizei Prüm unter anderem sechs Körperverletzungen und ein Handydiebstahl bekannt. Eine Person erlebte die Polizeiinspektion Prüm als Herberge für die Nacht. In fast allen Fällen spielte Hochprozentiges eine Rolle.“

Für die Nachtumzüge in Gönnersdorf und Gondenbrett galt unterdessen: „Wenig Ärger. Kein wirklicher Krawall.“ Bei Tageslicht betrachtet „trübten im Wesentlichen zwei Körperverletzungen, eine Belästigung und eine Beleidigung die ausgelassene Stimmung.“ Insgesamt aber vergebe man dafür „ein lachendes Smilie“.

An Samstag, Sonntag und Montag folgten die großen Umzüge, darunter Bleialf, Lützkampen, Olzheim und Prüm. Auch dort zieht die Polizei ein zufriedenes Fazit: „Wirklich unangenehme Randerscheinungen blieben aus. Eifeler wissen eben gepflegt zu feiern. Ein deutliches ,Daumen hoch’ von der Prümer Polizei. Nur weniges ist aufzuarbeiten.“

Das Team der Inspektion werde auch im kommenden Jahr „gemeinsam mit den Feierlustigen der Region pünktlich an den Start gehen. Als Sicherheitspartner. Präsent und bürgernah.“

Ob man für die Session 2021 etwas bei Präsenz und Prävention ändern wird, soll nach einem abschließenden Gespräch mit den Kommunen , den Rettungsdiensten und anderen Verantwortlichen beschlossen werden, wie Inspektionsleiter Georg Bührmann dem TV bereits am Dienstag sagte.