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Polizei Trier warnt: Anrufer geben sich als Mitarbeiter von Impfteams aus

Polizei warnt : Betrugsversuche am Telefon – Anrufer in Trier geben sich als Mitarbeiter von Impfteams aus

Die Polizei warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche in Trier. Dort seien in den vergangenen Tagen mehrfach Bürger mit unterdrückter Nummer angerufen worden. Die Anrufer hätten angeboten, die Menschen zu Hause in ihren Wohnungen gegen das Coronavirus impfen zu wollen.

Die ernste Lage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nutzen auch Kriminelle für ihre Machenschaften. Die Polizei Trier warnt deshalb davor, dass sich zurzeit Betrüger als Covid-19-Tester, Spendensammler oder infizierte Enkel ausgeben, um Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen. Speziell weisen die Beamten auf eine aktuelle Betrugsmasche im Trierer Stadtgebiet hin.

In den vergangenen Tagen seien in Trier einige Bürger mit einer unterdrückten Telefonnummer angerufen und gefragt worden, ob sie in ihrem Zuhause geimpft werden wollten. Die Betrüger gaben sich dabei laut Polizei als Behördenmitarbeiter und sogar als Mitarbeiter der Impfzentren aus, in denen bundesweit nach dem 27. Dezember die Impfungen gegen das Coronavirus starten sollen.

Kriminelle nutzen nach Angaben der Polizei seit Beginn der Pandemie die Verunsicherung in der Bevölkerung schamlos für Betrugsstraftaten aus. Dabei treten sie als falsche Polizeibeamte, vermeintlich erkrankte Angehörige oder Behördenmitarbeiter auf und fordern ihre Opfer unter einem Vorwand zu Geldzahlungen auf. Aus diesem Grund kläre die Polizei verstärkt über den Schutz vor Betrug im Zusammenhang mit der Pandemie auf. „Seien Sie immer misstrauisch, wenn Fremde oder angebliche Angehörige Geld an der Haustür, am Telefon und im Internet von Ihnen verlangen", warnt das Betrugskommissariat der Kriminalinspektion Trier. „Lassen Sie sich nicht drängen, sind Sie unsicher, ziehen Sie Nachbarn oder Angehörige hinzu oder rufen Sie gleich die Polizei."

Die Polizei Trier gibt in dem Zusammenhang einige Tipps:

- Vertrauen Sie den Informationen offizieller Stellen. Lassen Sie sich nicht durch Nachrichten verunsichern, die über soziale Netzwerke oder Messengerdienste verbreitet werden. Offizielle Stellen sind: Ihre Gemeindeverwaltungen, das Gesundheitsamt oder Landes- und Bundesministerien sowie das Robert Koch-Institut (RKI).

- Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben: an der Haustür, am Telefon und online. Fragen Sie bei offiziellen Stellen genau nach, zum Beispiel, wenn Sie von Behördenmitarbeitern an der Haustür kontaktiert werden oder sich Personen am Telefon als Polizei ausgeben. Suchen Sie die Telefonnummer für Ihre Rückfrage selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.

- Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Nehmen Sie auch keine Hilfe von Fremden an, die sich unaufgefordert an Sie wenden.

- Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein. Betrüger versuchen, ihre Opfer unter dem Vorwand des Coronavirus zu Zahlungen zu überreden. Am Telefon geben sich Betrüger momentan verstärkt als Angehörige aus, die mit dem Virus infiziert seien und daher dringend Geld für Medikamente benötigen.

- Geben Sie keine sensiblen Daten preis. Dazu gehören Passwörter, Kreditkartendaten oder die PIN. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, wenn Personen Sie unter dem Vorwand der Corona-Lage zu schnellem Handeln drängen.

- Bei verdächtigen Situationen wenden Sie sich sofort an die Polizei. Sowohl der Notruf unter 110 als auch Ihre örtliche Polizeidienststelle steht Ihnen hier jederzeit zur Verfügung.