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Polizeieinsatz in Trier: Zwei Männer schießen mit CO2-Waffe in Rathausnähe​

Blaulicht : Schüsse am Trierer Rathaus: Grund ist auch am Freitag noch unklar – vermutlich wollten Männer neue Luftdruckwaffe ausprobieren

Weil zwei Männer auf dem Parkplatz am Trierer Rathaus mit einer Waffe hantiert haben, ist es am frühen Donnerstagabend zu einem Polizeieinsatz gekommen. Was darüber bisher bekannt ist.

Zwei Männer laufen auf dem Parkplatz vor dem Trierer Rathaus herum, einer hat eine Waffe und mit der zumindest zwei Mal in den Boden geschossen. Das hat ein Anrufer der Polizei am Donnerstag, 12. August, gegen 16.40 Uhr über den Notruf gemeldet.

Die Kurzfassung: Die Polizei konnte die zwei Männer fassen. Einer von ihnen, gegen den ein Haftbefehl vorlag, kam in die Justizvollzugsanstalt, der andere wurde des Platzes verwiesen. Die Beamten fanden bei den beiden Betäubungsmittel und stellten die Waffe sicher: eine sogenannte CO2-Waffe vom Typ CP 99 Q.

Auf Nachfrage unserer Zeitung hieß es am Freitag von der Polizei, dass noch nichts Neues zu dem Einsatz bekannt sei. Allerdings erklärte die Polizei, worum es sich bei der Waffe genau handelt. Eine CO2-Waffe ist eine Luftdruckwaffe, die mit einer CO2-Kartusche betrieben wird – ähnlich wie Sprühsahne. Durch den Druck des Gases wird der Schuss abgegeben. Entsprechende Kartuschen und Munition waren ebenfalls bei einem der Männer gefunden worden.

Wie der Einsatz am Trierer Rathaus genau abgelaufen ist

Bereits am Donnerstagabend hatte die Polizei gegenüber unserer Zeitung und in einer Pressemitteilung berichtet, wie der Einsatz genau abgelaufen ist. Kurz nach der Alarmierung trafen Beamte der Polizeiinspektion Trier am Ort des Geschehens ein. Um eine Gefährdung Unbeteiligter auszuschließen, wurde zunächst der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt. Währenddessen fanden Beamte die beiden Tatverdächtigen unter einem Baum vor dem Theater. Weitere Beamte, die sich unmittelbarerer Nähe verdeckt aufhielten, griffen um 16.55 Uhr zu. Sie konnten beide Männer widerstandslos überwältigen und fesseln.

Bei der Durchsuchung konnte bei dem nach Aussage des Augenzeugen mutmaßlichen Schützen, einem 53-jährigen Trierer, die Waffe, entsprechende Munition und CO2-Kartuschen aufgefunden werden. Zudem fanden die Beamten bei dem Mann, gegen den ein Haftbefehl vorlag, und bei seinem 41-jährigen Begleiter aus Trier Betäubungsmittel.

Ob für die Waffe eine waffenrechtliche Genehmigung vorliegt, werde im Moment geprüft, sagte ein Polizeisprecher. Zu dem Grund für den vorliegenden Vollstreckungshaftbefehl gegen den 53-Jährigen konnte er noch keine Angaben machen, auch am Freitag noch nicht. Auch hätten sich die Männer noch nicht eingehend dazu geäußert, warum sie mit der Waffe hantierten. Vermutlich hatten sie sie erst vor kurzem erworben und wollten sie ausprobieren, so die Polizei.