Feuerwehreinsatz am Hauptbahnhof Person aus verrauchter Wohnung in Trier gerettet

Update · Einsatz um Mitternacht in der Nähe des Trierer Bahnhofs: Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses befand sich in Lebensgefahr. Bei seiner Rettung erhielten die Polizisten vor Ort Hilfe durch einen mutigen Mann.

Polizisten und Passant retten Person aus völlig verrauchter Wohnung in Trier​
Foto: dpa/Lino Mirgeler

Aus einer stark verrauchten Wohnung am Hauptbahnhof in Trier ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein schlafender Bewohner gerettet worden.

Kurz nach Mitternacht war nach Angaben der Polizei über Notruf ein Gebäudebrand in der Bahnhofstraße in Trier gemeldet worden. Die eintreffenden Einsatzkräfte der Polizei konnten im bereits verrauchten Treppenhaus nach kurzer Suche im verwinkelten Mehrparteienhaus die Wohnung im ersten Obergeschoss lokalisieren. Unverzüglich wurde durch die Polizisten die Tür aufgebrochen.

Zeitgleich stieg der Mitteilung zufolge ein mutiger Bürger durch ein Fenster von einem Vordach in die Wohnung ein. Gemeinsam rettete man die Person aus der nach Angaben der Feuerwehr leicht verrauchten Wohnung. Nach der Rettung der Person war die Wohnung aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht mehr zugänglich.

Polizisten und Passant retten Person aus völlig verrauchter Wohnung in Trier​
Foto: TV/Polizei Trier

Pfanne mit Fett: Feuerwehr verhindert Gebäudebrand

Die Feuerwehr konnte nur unter schwerem Atemschutz die Wohnung betreten und den Brandherd in der Küche im hinteren Teil der Wohnung bekämpfen. Der Wohnungsinhaber habe sich Essen in einer mit Fett gefüllten Pfanne zubereitet, sei darüber im angrenzenden Schlafzimmer eingeschlafen und habe wohl „nichts mehr mitbekommen“.

Beim Betreten der Wohnung durch die Feuerwehr unter Atemschutz stand die Pfanne kurz vor der Entzündung. Nach Einsatz der Feuerwehr konnten die Bewohner um 1 Uhr wieder in ihre Wohnungen.

Die aus der Wohnung gerettete Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation durch den vor Ort befindlichen Rettungsdienst mit Notarzt in ein Trierer Krankenhaus gebracht. „Als Vorsichtsmaßnahme“, wie die Feuerwehr berichtet. Eine Nachbarin wurde ebenfalls vor Ort untersucht, konnte nach dem Einsatz aber wieder in ihre Wohnung zurück.

Die verrauchte Wohnung sei nun „nicht unbewohnbar“, sagt die Feuerwehr. Sie belüftete die Wohnung im Nachhinein noch entsprechend.

Bahnhofsviertel zeitweilig gesperrt

Um Einsatz- und Aktionsraum für die Einsatzkräfte zu schaffen, wurde das Bahnhofsviertel inklusive Busbahnhof abgesperrt. Dadurch kam es laut Polizei zu erheblichen Verspätungen im Busverkehr.

Im Einsatz waren: „ein mutiger Bürger“, die Berufsfeuerwehr Trier mit den Löschzügen der Feuerwache 1 und 2, der Löschzug Trier-Kürenz, zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Krankentransportfahrzeug, sechs Streifen der Polizeiinspektion Trier und eine Streife des Kriminaldauerdienstes Trier.