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Prüm: Brandstifter am Hahnplatz unterwegs, Tatverdächtiger ist ermittelt

Kriminalität : Feuer am Prümer Hahnplatz, Verdächtiger gefasst

Ein Brandstifter hat am frühen Donnerstagmorgen die Prümer aufgeschreckt: An mindestens zwei Stellen rund um den Hahnplatz legte er Feuer an den dort herausgestellten Abfall.

Besonders schlimm erwischte es das Büro des Bestattungsinstituts Michels am oberen Hahnplatz: Tonne, gelbe Säcke, alles stand um 4.30 Uhr in Flammen. Und nicht nur der Abfall brannte: Die Hitze ließ bald auch die großen Glasscheiben am Eingang reißen und bersten.

„Wir haben gerade vor einem Jahr erst alles renoviert“, sagt Inhaberin Ulrike Michels, die auch in Schönecken und Gerolstein zwei Bestattungsinstitute betreibt. Den Sachschaden schätzt sie auf etwa 10 000 Euro.

Froh sei sie nur darüber, dass Feuerwehr und Polizei Prüm so schnell am Brandort waren. Die Wehrleute löschten das Feuer, die Polizisten machten sich auf die Suche nach dem oder den Tätern.

Dass  alles so flott gehen konnte, lag an Gastwirt Mario Mereien: Denn nicht nur am oberen Hahnplatz hatte es gebrannt. Auch hinter der „Alten Abtei“, gegenüber dem Regino-Gymnasium, war gezündelt worden. Die große Abfalltonne der Nachbarn war dort angesteckt worden, plus, auch dort, einige gelbe Säcke.

Mario Mereien und seine Familie bemerkten das Feuer und erstickten die Flammen mit Feuerlöschern, die im Gasthaus immer bereitgehalten werden. Sie alarmierten auch die Rettungsdienste und riefen dann bei Ulrike Michels an.

Das Bestattungsbüro blieb am Donnerstag wegen des Schadens geschlossen, während die Mitarbeiter des Bauhofs den verbrannten und verschmorten Müll auf ihren Wagen schafften und entsorgten.

 Verbrannt und verschmort: Die Reste des Abfalls, der am Morgen auf dem Hahnplatz angesteckt worden war.
Verbrannt und verschmort: Die Reste des Abfalls, der am Morgen auf dem Hahnplatz angesteckt worden war. Foto: Fritz-Peter Linden

Die Fahndung nach dem Brandstifter dauerte nicht allzu lange: Man habe schon bald einen Tatverdächtigen in der Nähe ermitteln können, sagt Georg Bührmann, Chef der Inspektion Prüm. Die Polizisten hätten dann den 24-Jährigen Prümer vernommen. Und dabei „hat sich der Verdacht immer mehr verdichtet. Unsere Erkenntnisse sind so, dass wir sagen: Er ist dringend tatverdächtig.“ Nur gestanden habe er bisher nicht. Offenbar ist der 24-Jährige nicht zum ersten Mal aufgefallen: „Er ist der Polizei nicht zur Gänze unbekannt, sagt Georg Bührmann.