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Prüm: Erneuter Vandalismus am Hahnplatz, diesmal trifft es zwei Geschäfte

Vandalismus : Geschäftstüren in Prüm verklebt – Gemeinheiten zum Zweiten

Nach den abgefackelten Mülltonnen vor zwei Wochen: Wer versiegelt in Prüm Ladentüren mit Sekundenkleber?

 Zum zweiten Mal hat jemand rund um den Prümer Hahnplatz gehörigen Schaden hinterlassen: Nachdem vor zwei Wochen an mehreren Stellen Mülltonnen und Abfallsäcke in Flammen aufgegangen waren – einen dringend Verdächtigen schnappte die Polizei kurz darauf, der TV berichtete – haben in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie am Montag bereits kurz gemeldet, Unbekannte an zwei Geschäften in der Hahnstraße die Türen mit Sekundenkleber versiegelt. Es traf einen Imbiss und einen Friseursalon.

Der Schaden infolge der Brände belief sich nach ersten Schätzungen auf eine fünfstellige Summe. Diesmal ist es zwar Angaben der Polizei Prüm zufolge etwas weniger. Trotzdem bleibt der Ärger: „Das ist doch bescheuert“, sagt Daniele Haas, die Vorsitzende des Gewerbevereins und bezeichnet die Tat als besonders dummen Vandalismus. „Diese Menschen sollten sich mal fragen, was sie im Kopf haben.“

Inhaberin des Friseursalons ist Laura Knauf. Dass sie nicht gerade begeistert sei von der Tat, sagt sie, „liegt ja wohl auf der Hand. Das kostet Geld und war ärgerlich.“ Man habe am Samstagmorgen Schreiner Lothar Bormann angerufen, der die Tür dann geöffnet habe.  „Jetzt haben wir einen neuen Zylinder drin, die Tür funktioniert wieder.“ Und weiter wolle sie sich mit dem Ärger gar nicht mehr aufhalten.

Der Imbiss gehört Familie Fischbach. Wegen der Corona-Pandemie war das Restaurant bisher geschlossen, derzeit renoviere man, sagt Werner Fischbach: „Wir werden am Mittwoch, 17. März wieder öffnen, erst mal für drei Tage die Woche, von 12 bis 18 Uhr. Damit wir wieder einen Anfang kriegen.“

Am Samstag habe man deswegen weiter im Haus arbeiten wollen: „Wir wollten rein, aber das ging nicht. Dann haben wir gesehen, dass alles voller Kleber war.“

Also musste Lothar Bormann auch bei Fischbachs anrücken. Neues Schloss, den Kleber wegfräsen, den Schreiner bezahlen, „das wird schon drei- vierhundert Euro kosten“, sagt Werner Fischbach. Der Ärger? Beträchtlich: „Was soll man da noch sagen? Vor zwei Wochen die Brandstiftung mit den Mülleimern, jetzt das. Das ist ja kein Spaß mehr so was. Jugendstreiche – schön und gut. Aber das hier hat damit nichts mehr zu tun. Es ist unvorstellbar.“

Bei der Polizei Prüm, sagt der stellvertretende Inspektionsleiter Richard Schleder, sei auch drei Tage darauf „noch kein Täterhinweis eingegangen“.

Aus der Tatnacht liege kein Hinweis auf eventuell betrunkene oder anders berauschte Personen vor, die zu dieser Zeit durch die Stadt gezogen seien. Richard Schleder: „Wir haben noch keine Anhaltspunkte, wo wir ansetzen können. Aber wir gehen nicht von durchreisenden Tätern aus, sondern von irgendwelchen Einheimischen.“

Hinweise nehmen die Beamten der Polizeiinspektion Prüm entgegen unter Telefon 06551/9420.