Kontaminierung: Radioaktives Paket löst Einsatz auf Mülldeponie Mertesdorf aus

Kontaminierung : Radioaktives Paket löst Einsatz auf Mülldeponie Mertesdorf aus

In der Mülldeponie Mertesdorf haben Mitarbeiter ein radioaktives Paket entdeckt. Zwei Stunden dauerte der Einsatz am Vormittag von Feuerwehr und Gefahrstoffzug.

Zwischenfall in der Mülldeponie des Zweckverbands der A.R.T in Mertesdorf am Dienstagmorgen gegen 10.45 Uhr:

Nach Auskunft von Dr. Max Monzel, Verbandsdirektor des Zweckverbandes A.R.T. kam ein LKW mit Problemmüll in der Deponie an. Beim Ausladen des Mülls fiel den Mitarbeitern ein verdächtiges Paket auf.

Über die Leitstelle der Feuerwehr wurden die Teileinheiten des Gefahrstoffzuges Trier-Saarburg alarmiert. Vor Ort wurde zunächst ein kleines Gebiet um das chemische Paket abgesperrt. Die Feuerwehr nah, ausgerüstet mit Schutzanzügen, den Gegenstand in Augenschein und bestätigte durch Messungen, dass es sich um radioaktiven Müll handelte.

Laut Tanja Gangi, zuständig für Problemabfälle, handelte es sich um schwachstrahlendes Uranylacetat. Dieser Stoff ist ein gelber, kristalliner Feststoff, bestehend aus rhombischen Kristallen mit leicht essigsaurem Geruch. Diese Chemikalie ist radioaktiv.

Die Fachkräfte der Feuerwehr verpackten den Müll fachmännisch luftdicht und kümmerten sich um die sachgerechte Entsorgung. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet. Abschließende Messungen waren negativ.

Verletzt wurde niemand.

Über die Herkunft des radioaktiven Mülls gibt es derzeit keine Informationen (siehe Info).

Während des Einsatzes kam es vorübergehend zu einem Rückstau bei der Anlieferung von Müll aller Art, da der Bereich um die Waage abgesperrt war.

Im Einsatz waren der Wehrleiter der VG Ruwer, Teileinheiten des Gefahrstoffzuges aus Kasel. Der Gefahrstoffzugführer des Landkreises, der ABC-Erkunder der Berufsfeuerwehr Trier mit Fachberater, das DRK zur Bereitstellung und die Polizei Schweich.

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