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Blaulicht
Rauch im ICE von Köln nach Montabaur – 510 Personen evakuiert, Bahnstrecke gesperrt (Update)

FOTO: dpa / Thomas Frey
Köln/Montabaur/Dierdorf. Schon aus der Ferne konnte man heute Morgen eine graue Wolke über den Bahngleisen in der Nähe von Montabaur im Westerwaldkreis aufsteigen sehen. Zu der starken Rauchentwicklung kam es gegen 6.30 Uhr in einem ICE. Von Nathalie Hartl
Nathalie Hartl

Der Zug fuhr laut Angaben der Bundespolizeidirektion Koblenz auf der Schnellfahrstrecke von Köln nach Montabaur und befand sich auf Höhe der Ortschaft Dierdorf (Landkreis Neuwied), als das Problem auftrat. Der letzte Zugteil habe aus bisher ungeklärter Ursache Feuer gefangen, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein Wagen des betroffenen Zuges sei komplett ausgebrannt. Das Feuer sei auch auf einen weiteren Wagen übergeschlagen.

Die Rettungskräfte evakuierten 510 Personen aus dem Zug. Mit Bussen wurden sie nach Montabaur gebracht, wo sie in einem Gemeindehaus betreut werden. Hinweise auf Verletze gebe es derzeit keine.

Die Bahnstrecke wurde zwischen Siegburg in Nordrhein-Westfalen und Montabaur wurde gesperrt. Pendler zwischen Köln und Frankfurt müssen mit Zugausfällen und Verspätungen von bis zu 90 Minuten rechnen.

Aufgrund der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten musste zudem die A3 zwischen Dierdorf und Ransbach-Baumbach in beide Richtungen gesperrt werden. Am Vormittag wurde sie zumindest in Fahrtrichtung Köln wieder freigegeben, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei in Montabaur sagte. Nach Angaben der Autobahnpolizei soll in Kürze auf der A3 auch in Richtung Frankfurt wieder einer von drei Fahrstreifen freigegeben werden.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

FOTO: Bundespolizeidirektion Koblenz