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Rauchende Phosphorgranate im Wald bei Schoden entdeckt​ - Kampfmittelräumdienst beseitigt die Überreste

Kampfmittelräumdienst kommt : Rauchende Phosphorgranate im Wald bei Schoden entdeckt

Rauch über dem Wald bei Schoden. Den hat ein Landwirt bemerkt und dann eine brennende Phosphorgranate entdeckt. Er handelte sofort, dann rückte der Kampfmittelräumdienst an.

Fast wäre es am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr zu einem Waldbrand bei Schoden gekommen. Dort war ein Landwirt in Richtung Bismarckturm unterwegs, als er rechts vom Weg Rauch aufsteigen sah. Wie Stephan Klang, stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell weiter berichtet, habe der Mann bei genauerer Betrachtung etwas mit sehr heller Flamme brennen sehen. Der Landwirt habe richtig reagiert und eine dünne Schicht Erde über das brennende Etwas gegeben und so das Feuer gelöscht. Er habe zudem die Feuerwehr alarmiert.

Brennende Phosphorgranate: Kampfmittelräumdienst rückt in Schoden an

Die Schodener Wehr rückte samt stellvertretendem Wehrleiter an. Für den Fall eines größeren Brandes wurde zudem das Tanklöschfahrzeug 4000 der Saarburger Wehr, das bis zu 6000 Liter Wasser führt, alarmiert. Wegen des Verdachts auf einen Munitionsfund verständigte die Feuerwehr in Absprache mit der Polizei wiederum den Kampfmittelräumdienst. Dieser rückte aus Koblenz an und bestätigte den Verdacht: Bei dem Fundstück handelte es sich um eine Phosphorgranate. Klang: „Es war ein großes Glück, dass direkt bei der Granate nichts stand, auch kein Baum, sonst hätte der Wald gebrannt.“ Phosphor sei ein chemisch stabiles Element und könne auch nach vielen Jahren noch brennen, sobald es in Verbindung mit Sauerstoff komme.

Der Kampfmittelräumdienst packte die Granate laut Klang zum Abtransport zusammen mit Erde in einen Behälter. Sie soll nun verbrannt werden.

Immer wieder werden Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Eine Phosphorgranate explodierte vor knapp drei Wochen in der Eifel. Zunächst hatte sich die Granate in einem Waldstück bei Sellerich (Eifelkreis Bitburg-Prüm) entzündet und einen Brand ausgelöst. Polizisten versuchten diesen mit Hilfe eines Feuerlöschers zu löschen, was nicht vollständig gelang. Kurz darauf explodierte die Granate. Die Beamten atmeten gefährlichen Rauch ein und erlitten leichte Vergiftungserscheinungen.

Feuerwehr und Polizei weisen darauf hin, dass Kampfmittel lebensgefährlich sein können. Wer Kampfmittel findet, sollte sie nicht berühren, sondern das zuständige Ordnungsamt (Verbandsgemeindeverwaltung oder Stadtverwaltung) oder auch die Polizei informieren.