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Reaktionen auf Hiltrud Zocks OB-Kandidatur in Trier - Grüne wollen kein Wahlbündnis

Reaktionen auf Hiltrud Zocks OB-Kandidatur in Trier - Grüne wollen kein Wahlbündnis

Die ersten Reaktionen der anderen politischen Gruppierungen auf die Bekanntgabe der CDU-Kandidatin Hiltrud Zock für die Oberbürgermeister-Wahl in Trier fallen auf Volksfreund-Anfrage überwiegend positiv aus. Bei allen Parteien steht die Entscheidung über eine eigene Kandidatur noch aus.

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Trier hat als einzige der im Stadtrat vertretenden Gruppierungen derzeit die Tendenz, auf einen eigenen OB-Kandidaten zu verzichten. Die Grünen erteilen einem Bündnis wie 2006, als SPD und Grüne den unabhängigen Bewerber und späteren Wahlsieger Klaus Jensen unterstützten, eine Absage. Ob Jensen (61, SPD-Mitglied) im Jahr 2014 wieder antritt, ist offen. Die CDU hatte Hiltrus Zocks Kandidatur am späten Freitagabend bekanntgegeben .

Tobias Schneider, FDP-Kreisvorsitzender Trier: "Wir haben die Bekanntgabe der CDU-Kandidatin interessiert verfolgt, können allerdings noch keine konkrete Meinung dazu abgeben. Wir werden erst einmal die Bundestagswahl zu Ende bringen, da geht es für uns um sehr viel. In den Monaten danach werden wir uns mit der OB-Wahl und der Kommunalwahl befassen. Es gibt verschiedene Optionen und noch keine Tendenz."

Christiane Probst, stellvertretende Vorsitzende der FWG Trier und Fraktionsvorsitzende: "Ich bin angenehm überrascht über die CDU-Kandidatin. Eine mutige Entscheidung. Gut, dass sie parteilos ist. Hiltrud Zock besitzt ein gutes Netzwerk etwa in der Kultur, wenn auch noch nicht so in der Politik. Von der FWG wird aus heutiger Sicht wohl niemand zur OB-Wahl antreten. Wir werden schauen, welche Kandidaten es gibt, und dann entscheiden, ob wir jemanden unterstützen oder es offenlassen."

Katrin Werner, Kreisvorsitzende der Partei Die Linke: "Meine erste Reaktion war: ein guter Schachzug der CDU. Eine Frau, parteilos und so gut vernetzt - die Überraschung ist gelungen. Ich bin gespannt auf die weiteren Nominierungen. Wir sind in der Diskussion, ob wir einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, und wenn ja, wen. Ich kann mir vorstellen, dass wir mit allen Kandidaten sprechen und ihnen Fragen stellen. Es wird wohl eine spannende Wahl."

Wolf Buchmann, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen Trier: "Wir gestehen der CDU zu, ein echtes Überraschungsei aus dem Hut gezogen zu haben. Hiltrud Zock ist eine angesehene Persönlichkeit mit gutem Ruf. Entscheidend wird sein, in welche Richtung sie die Stadt entwickeln will. Die CDU betreibt einseitig Lobbypolitik für Trierer Unternehmen. Ob wir einen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen, entscheiden wir bei einer Mitgliederversammlung im Herbst. Ich bin mir sehr sicher, dass es ein Wahlbündnis ähnlich dem von 2006 nicht geben wird."

Sven Teuber, Kreisvorsitzender der SPD Trier: "Wir freuen uns auf den Wahlkampf und sind gespannt auf die politischen Ziele von Hiltrud Zock. Gleichzeitig fragen wir uns, ob sie als Novizin im politischen Geschehen imstande wäre, einen Betrieb mit über 1000 Beschäftigten zu führen. Wir konzentrieren uns erst einmal auf den Wahlsieg unserer Bundestagskandidatin Katarina Barley und werden uns rechtzeitig äußern. Nach der jetzigen Bekanntgabe ist verständlich, wieso die CDU so früh dran ist." cus