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Justiz
Rekord-Drogenfund bei Trier: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Trier . Nach dem Fund von 221 Kilo Marihuana im Oktober 2017 bei Trier hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Zwei Männer müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage gegen zwei Männer erhoben, in deren LKW Ende Oktober 221 Kilo Marihuana gefunden wurden. Beamte des Hauptzollamts Koblenz hatten den aus Spanien kommenden LKW auf dem Autobahn-Rastplatz Markusberg kontrolliert. Sie hatten zuvor einen Hinweis des Zollfahndungsamts Hamburg erhalten, nach dem ein LKW Drogen aus Spanien in Richtung Norddeutschland transportiere.

Bei der Kontrolle des LKW fanden die Beamten 52 Pakete mit insgesamt 221 Kilo Marihuana, die zwischen der legalen, aus mehreren Paletten Trittschalldämmung bestehenden Ladung versteckt waren. Es handelt sich um die bislang größte, in der Region Trier sichergestellte Rauschgiftmenge mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund 2 Millionen Euro. Die beiden Angeklagten wurden festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Die Männer sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die Drogen nach Norddeutschland gebracht werden sollten, wo sie von dem Drogenring in den illegalen Handel gebracht werden sollten. Die Angeklagten bestreiten die Tat und behaupten, von der illegalen Ladung ihres LKW nichts gewusst gehabt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Trier hält sie jedoch aufgrund des Ergebnisses der durchgeführten Ermittlungen für hinreichend tatverdächtig.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurden außerdem Hinweise auf einen zweiten Rauschgifttransport aus Spanien gefunden, der Anfang Oktober 2017 stattgefunden hatte. Nach den bisherigen Erkenntnissen besteht nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Trier der Verdacht, dass die Angeklagten auch in diesem Fall als Rauschgiftkuriere tätig waren und eine Ladung von weiteren 110 Kilo Marihuana von Spanien nach Deutschland transportierten, wo die Drogen in einer Lagerhalle zwischengelagert und von dort aus verteilt wurden.

Die Ermittlungen gegen die Hintermänner des Drogenrings werden von den Staatsanwaltschaften Hamburg und Osnabrück geführt.

Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

(red)