Rettungskräfte suchen zwei Vermisste an zwei Tagen

Suchaktionen : Zwei Vermisste an zwei Tagen in der Eifel

Erst in Bitburg und dann in Wittlich: Die Polizei hat zwei ältere Männer gefunden, die nachts ihr Haus verließen. Beiden geht es jetzt besser.

Um 4 Uhr nachts klingelt es an der Tür eines Wittlichers. Als er sie öffnet, steht ein älterer Mann vor ihm. Draußen herrschen Minusgrade, doch der 71-Jährige trägt nur einen Schlafanzug und Socken. Aus Sorge bittet der Wittlicher ihn herein und ruft die Polizei.

Die trifft wenig später beim Haus in der Straße „Am Quetschenberg“ ein. Warum er so spät noch sein Zuhause verlassen hat, können sie bei der Befragung nicht herausfinden. Der Mann sei leicht verwirrt gewesen, erzählt der Sachbearbeiter der Polizei. Also bringen sie ihn mit dem Auto nach Hause.

„Weit hat er sich nicht von seinem Wohnort entfernt“, sagt der Ermittler. Eine Zeit lang müsse er aber unterwegs gewesen sein. Denn als die Polizisten beim Haus des 71-Jährigen ankommen, sind die Angehörigen bereits seit einer Weile auf der Suche nach ihm. Schließlich kommen sie und der Vermisste mit einem Schock davon. Laut Polizei geht es dem Mann körperlich gut. Eine ärztliche Behandlung sei nicht erforderlich gewesen.

Anders erging es einem 86-Jährigen aus Bitburg. In der Nacht zum Mittwoch hatte auch dieser ältere Mann im Schlafanzug sein Haus verlassen (der TV berichtete). Allerdings wurde der Vermisste nicht so schnell gefunden wie der Wittlicher am Folgetag.

Rund 50 Rettungskräfte von Polizei, Ordnungsamt, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz und Feuerwehr durchkämmten die Stadt stundenlang. Dabei kamen Hubschrauber, Spürhunde und eine Drohne zum Einsatz. Nach mehr als zehn Stunden fanden sie den 86-Jährigen dann, völlig unterkühlt und verwirrt, in einem Gleisbett beim Stadion am Ostring. Nachdem der Notarzt ihn versorgte, musste er ins Krankenhaus.

Doch auch in diesem Fall gibt es gute Nachrichten: Der ältere Mann ist inzwischen außer Lebensgefahr, wie der Leiter der Bitburger Inspektion Christian Hamm auf TV-Anfrage mitteilt. Seine Körpertemperatur liege wieder bei 37 Grad. Diese Information habe er vom behandelnden Arzt des 86-Jährigen bekommen, sagt Hamm: „Wir sind sehr erleichtert, dass er über den Berg ist.“

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