Schock beim Rallye-Festival in Darscheid - Auto rast in Zuschauermenge - Sechs Verletzte

Mehrere Verletzte : Schwerer Rallye-Unfall in der Eifel: Rennfahrer rast in Zuschauergruppe

Schock in der Vulkaneifel: Beim sogenannten „shake down“ zum „Eifel-Rallye-Festival“, einem letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen,  fuhr am frühen Donnerstagnachmittag ein Teilnehmer im Renntempo in eine Menschenmenge, die sich hinter einer Absperrung mehrere Meter von der Strecke befand. Dabei  gab es nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort sechs Verletzte, zwei davon schwer – diese seien aber noch ansprechbar gewesen.

Offiziell bestätigt wurde bis zum frühen Donnerstagabend weder die Zahl der Verletzten noch deren Zustand.

Wie es genau zu dem Unfall kam, darüber gab es bis zum Abend ebenfalls kein offizielles Statement – weder von Polizei, noch vom Veranstalter, dem Motorsportclub Daun.

Nach Augenzeugenberichten hatte der Fahrer eines Audi Quattro, dessen Nationalität bis am frühen Abend noch nicht offiziell mitgeteilt wurde, offensichtlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war durch eines der mobilen Gitter in eine  Zuschauermenge der sogenannten „Maubach-Arena“ gefahren.

Offenbar hatte er schon vorher Probleme mit seinem Fahrzeug gehabt. Zum Zeitpunkt des Hergangs befanden sich die meisten der Hunderte von Besuchern an diesem besonders zuschauerträchtigen Punkt der Strecke.

Mehrere Verletzte bei Rallye-Unfall in der Eifel

Augenzeugen schilderten, dass er bereits 100 Meter vor dem Unglücksort aus einer 90-Grad-Kurve nach links rausgetragen worden sei, dann weiter Gas gegeben und versucht habe, den Wagen wieder in den Griff zu bekommen. Dabei habe sich der Audi zunächst quergestellt und sei dann rechts vom geteerten Feldweg in die abschüssige Wiese mit den Zuschauern gerast. Laut Augenzeugen seien einige in Schockstarre verharrt, viele hätten in Campingstühlen gesessen. „Da konnte man gar nicht schnell genug wegkommen“, sagte ein Beobachter dem TV. In dem Areal, das eine gute Rundumsicht bietet und deshalb bei Fans sehr beliebt ist, befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks mehrere Hundert Zuschauer.

Sofort nach dem Unfallhergang waren Rettungsdienste vor Ort und kümmerten sich um die Verletzten. Wenige Minuten später traf auch der Rettungshubschrauber „Christoph 10“ am Unfallort ein. Im ganzen Ort kursierten Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn.

Über Schuldzuweisungen oder mögliche eventuelle Versäumnisse des Veranstalters gab es bis zum Abend keine gesicherten Erkenntnisse.

 In der Rallye-Zentrale im Forum in Daun traf sich am Abend ein Krisenstab, um das weitere Vorgehen zu beraten. Ob die Veranstaltung abgeblasen wird, stand bis zum Abend noch nicht fest.

Das seit 2012 ausgetragene „Eifel-Rallye-Festival“ ist Europas größte Veranstaltung im historischen Rallye-Sport mit mehreren Zehntausend Zuschauern.

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