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Polizei
Schwertransporter fährt sich in Baustelle fest - Stundenlange Sperrung der A 1 bei Primstal (Fotos)

FOTO: Florian Blaes
Primstal/Hermeskeil. Geduldsprobe für viele Pendler aus Rheinland-Pfalz auf dem Weg zur Arbeit im Saarland: Ein Schwertransporter hat am frühen Dienstagmorgen auf der A 1 bei Primstal in einer Baustelle festgesteckt. Die A 1 war bis zum Mittag voll gesperrt. Von Florian Blaes

Schwertransporter ist auf der A1 von Hermeskeil kommend unterwegs durch das Saarland - sein Ziel: Bous. Dort wird derzeit ein großer Windpark errichtet. Der Transporter hat das überbreite Generatorhaus für ein Windrad auf der Ladefläche. Alleine das Häuschen hat ein Gewicht von 59 Tonnen. Die Ladung ist 4,99 Meter breit und 9,10 Meter lang.

In einer Baustelle bei Primstal, in der die Autobahn einspurig in beiden Fahrtrichtungen verläuft, haben die Transport-Experten die Fahrbahnbreite unterschätzt, der Schwertransporter fährt sich fest. Nichts geht mehr. Ein zweiter Schwertransporter wird noch rechtzeitig über Funk gewarnt und bleibt vor der Baustelle erst einmal stehen.

Schwertransporter fährt sich auf A 1 fest FOTO:

is die Autobahn erst einmal gesperrt wird,vergeht noch einmal viel Zeit. Zahlreiche LKW sind derweil in die Baustelle eingefahren und kommen ebenfalls so schnell nicht mehr heraus. Im morgendlichen Berufsverkehr wird es nochmal sehr eng. Verkehrsteilnehmer aus Rheinland-Pfalz wollen in Richtung Saarbrücken fahren und stehen im Stau.

Ab der Anschlussstelle Nonnweiler-Primstal wird die Autobahn schließlich komplett für den Verkehr gesperrt. Die Verkehrsteilnehmer müssen der U 80 folgen. Auch diese ist gegen 7 Uhr völlig überlastet. So berichtet eine Autofahrerin aus Waldweiler, dass sie eigentlich um 8 Uhr in Homburg im Krankenhaus sein sollte und wegen der Sperrung eine gute Stunden zu spät ankam.

Spezialisten des Transportunternehmens, des Windparks und der Polizei überlegen derweil, wie man den festgefahrenen LKW wieder frei bekommt. Er hat sich an der Leitplanke festgefahren. An dieser Stelle beträgt die Breite der Autobahn 3,50 Meter. Die Fachleute entscheiden sich, die Leitplanken auszubauen. Das braucht wiederum seine Zeit. Gegen 9 Uhr ist der Schwertransporter wieder „freigelegt“. Nun müssen er und das Begleitfahrzeug im Rückwärtsgang mehr als 500 Meter bis zur nächsten Ausfahrt zurückfahren. Wieder eine Herausforderung für alle Beteiligten. Als der Fahrer an der Ausfahrt angekommen ist, wird die Autobahn durch eine Polizeistreife gesperrt, sodass der Schwertransporter endlich die Autobahn verlassen und auf einem nahe gelegenen Parkplatz erst einmal abgestellt werden kann. Inzwischen hat sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau gebildet.

Für die Reparatur der Leitplanke wird die Autobahn in Richtung Saarbrücken noch bis Mittag voll gesperrt, inzwischen fließt der Verkehr wieder normal.