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Streifen von Ordnungsamt und Polizei in Trier mit Steinen beworfen

Bei Kontrollen wegen Coronavirus : Streifen von Ordnungsamt und Polizei in Trier mit Steinen beworfen

Unbekannte haben laut Stadtverwaltung Beamte von Ordnungsamt und Polizei bei einem Einsatz am späten Montagabend in Trier-Nord mit Steinen und Knallkörpern beworfen. Die Polizei ermittelt und kündigt wie die Stadt verstärkte Bestreifung im Gebiet des Vorfalls an.

Laut Stadtverwaltung halten sich die allermeisten Trierer bisher an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Versammlungsfreiheit sowie an die Abstandsregeln, die jeweils landesweit gelten. Am Montagabend aber sei es im Trierer Beutelweg erstmals zu regelrechten Ausschreitungen gekommen, bei denen Beamte des Kommunalen Vollzugsdienstes und der Polizei mit Steinen beworfen worden seien.

Eine Streife des Vollzugsdienstes fand demnach gegen 21.50 Uhr im Beutelweg eine Gruppe von zehn bis zwölf Menschen vor, die sich bis auf zwei schnell auflöste, als das Fahrzeug des Ordnungsamtes zu sehen war. Die Betroffenen versteckten sich in naheliegenden Gärten und Nebenstraßen. Sodann soll das Dienstfahrzeug der Beamten ohne erkennbaren Grund mit Steinen beworfen worden sein. Mindestens fünf trafen und beschädigten demnach das Auto.

Die Beamten forderten Verstärkung an, die in Form von weiteren Streifen des Ordnungsamtes sowie durch Streifen der Polizeiinspektionen Trier und Schweich sowie der Bundespolizei und durch einen Diensthundeführer wenig später eintraf. Die Steinewerfer seien geflüchtet.

Die Stadtverwaltung kündigt an: „Polizei und Ordnungsamt werden den Beutelweg ab sofort gemeinsam verstärkt bestreifen, um die Wiederholung solcher Versammlungen zu verhindern.“ Die Polizei habe die Ermittlungen zum Vorfall von Montagabend aufgenommen.

Der Trierer Ordnungsdezernent Thomas Schmitt sagt dazu: „Die Einschränkungen der Versammlungsfreiheit dienen dazu, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen. Dazu müssen unsere Ordnungskräfte Kontrollen durchführen und haben eine ganz schwierige Aufgabe. Die meisten Bürger helfen eigenverantwortlich mit und sind unseren Einsatzkräften dafür dankbar. Hier wurde nun ein feiger Angriff auf unsere Ordnungskräfte verübt. Dabei hätte es zu schweren Verletzungen kommen können. Wir hoffen, dass die Täter gefasst werden. Gleichzeitig sage ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen herzlichen Dank und hoffe, dass sie sich von dem Schreck bald erholen. Auch der Polizei gilt mein Dank für die Unterstützung und die Ermittlungen.“