Windböen und heftiger Regen Umgestürzte Bäume und ein fliegendes Trampolin: Sturmeinsätze in der Nacht (Fotos)

Update | Nonnweiler · Sturm und Regenfluten über der Region Trier in der Nacht zum Freitag: Dort stürzten in der Eifel, in Wittlich und im Raum Saarburg Bäume auf Straßen. Eine Böe fegte ein Trampolin durch die Luft. Im saarländischen Nonnweiler ging wegen überfluteter Straßen nichts mehr.

Umgestürzte Bäume, überflutete Straße: Feuerwehren im Einsatz​
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Umgestürzte Bäume, überflutete Straße: Feuerwehren am Donnerstag im Einsatz

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Foto: TV/Florian Blaes

Vor allem im Hunsrück und Hochwald soll der meisten Niederschlag heruntergekommen sein. Die Warnung des DWD sprach von Dauerregen in Staulagen von Eifel, Westerwald, Hunsrück, Saar-Nahe-Bergland und Pfälzerwald, der bis zum späten Donnerstagabend anhielt. Laut dem DWD sind in der Region Trier und dem angrenzenden Saarland folgende Regenmengen zusammengekommen: Densborn 24,4 Liter; Manderscheid 21,7 Liter; Newel 21,4 Liter; Weiskirchen/ Saar 27,0 Liter und Nohfelden 24,0 Liter. Der Sturm kam dann auch, was zu zahlreichen Einsätzen in der Region führte. Die stärksten Böen am Abend gab es laut DWD in Roth bei Prüm 96,8 km/h; Trier 93,2 km/h; Deuselbach 86,0 km/h; Tholey 104,0 km/h; Perl 101,2 km/h.

Viele umgestürzte Bäume auf Straßen im Eifelkreis und im Kreis Bernkastel-Wittlich

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm stürzten Bäume bei Schönecken um. Hier wurde wohl auch eine Stromleitung getroffen, was zu Stromausfall in Schönecken, Giesdorf, Rommersheim, Seiwerath, Wallersheim, Wawern und Hersdorf führte. Der Netzbetreiber konnte durch Umschaltungen den Strom schnell wieder herstellen. Auf der K27 bei Gilzem stürzten ebenfalls mehrere Bäume um, welche durch die Feuerwehr beseitigt wurden. Ebenso auf der L3 zwischen Bollendorf und Nusbaum zwischen Neuerburg und Sinspelt und auf der K3 bei Ammeldingen an der Our. Die Straßen blieben gesperrt, bis Feuerwehr und Straßenmeisterei das Chaos beseitigt hatten.

Auch im Landkreis Bernkastel- Wittlich stürzten Bäume um. Gegen 19.15 Uhr wurde die Feuerwehr der Stadt Traben-Trarbach zum Montroyal im Industriegebiet gerufen. Das Einsatzstichwort lautete: Baum auf Straße. Bei Ankunft war sofort ersichtlich, dass ein Baum die gesamte Fahrbahn blockierte. Da es sich um den einzigen Weg in und durch das Industriegebiet handelt, musste der Baum durch die Feuerwehr beseitigt werden, um den Weg für Rettungskräfte sowie LKWs freizuhalten.

In Wittlich meldet die Polizei gegen 22.30 Uhr einen umgestürzten Baum in der Feldstraße. Dieser hatte wohl auch zwei Autos getroffen, die dadurch beschädigt wurden. Die Schadenhöhe ist nicht bekannt. Außerdem flog dort im Talweg gegen 21 Uhr - wahrscheinlich durch eine starke Böe geschleudert - ein Trampolin durch die Luft und landete auf dem Gehweg, wo es zum Glück niemanden verletzte.

In Saarburg stürzte gegen 2 Uhr nachts auf der K119 bei Trassem ein Baum auf die Straße. Durch den starken Regen stand laut Polizei außerdem die K112 von Tawern Richtung Mannebach unter Wasser. Die Einsatzkräfte schilderten das Ganze aus, damit Autofahrer gewarnt waren.

Anrufe bei den Polizeien in Hermeskeil, Prüm oder Daun ergaben: keine Einsätze, alles ruhig in der Nacht. Ebenso ruhig war es in der Nacht laut Feuerwehr in Trier.

Nichts ging mehr auf der L149: Wassermassen sind auf Landstraße geströmt

In der Region Trier kam es dagegen am späten Nachmittag und Abend zum Durchzug eines schweren Sturmfeldes. Das hatte zur Folge, dass viele Bäume umstürzten. Betroffen hiervon waren unter anderen die L149 zwischen Bescheid und Lorscheid. Gleich zwei Bäume mussten von der Feuerwehr beseitigt werden. Die Landstraße war kurzzeitig gesperrt. Weitere Bäume im Landkreis Trier-Saarburg sind auf der B268 bei Vierherrenborn und auf der B418 bei Ralingen umgestürzt.

Noch schlimmer sah das am frühen Donnerstagabend gegen 17.30 Uhr auf der L149 bei Nonnweiler aus. Unweit der RLP- Grenze ging nämlich nichts mehr. Von zwei Seiten strömten die Wassermassen aus dem Wald in eine Senke der Landstraße und überfluteten diese. Bis zu einem Meter hoch stand das Wasser auf der Straße.

Die Polizei Nordsaarland und die Feuerwehr Nonnweiler rückten an und sperrten zunächst die Gefahrenstelle. Schließlich versuchte man mit Tauchpumpen das Wasser von der Straße abzupumpen. Gleichzeitig machten sich Einsatzkräfte in sogenannten Wathosen fertig und versuchten in der tiefen Überflutung den Schacht wieder freizubekommen.

Das Problem: Der Regen hörte zwischenzeitlich nicht auf und es floss immer wieder Wasser nach. Die Strecke wurde vorübergehend für den Verkehr voll gesperrt.

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